es ist vollbracht- BVB Deutscher Meister

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Borussia Dortmund ist Deutscher Meister

Sieg gegen Nürnberg: Dortmunds Meisterstück
AP
Der Pott kocht: Borussia Dortmund feiert die Deutsche Meisterschaft, der BVB hat den 1. FC Nürnberg besiegt und von der Leverkusener Pleite gegen den 1. FC Köln profitiert. Zwei Spieltage vor Saisonende ist die Mannschaft von Trainer Klopp nicht mehr einzuholen
Hamburg – Die Schale geht in den Pott, Borussia Dortmund ist Deutscher Meister der Saison 2010/2011. Durch den 2:0 (2:0)-Sieg im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg hat der Tabellenführer (72 Punkte) nun acht Punkte Vorsprung auf Leverkusen, den Zweiten Bayer hatte mit 0:2 (0:0) gegen den 1. FC Köln gepatzt, Milivoje Novakovic schoss in der 67. und 82. Minute die Tore für Köln. Nach dem Sieg des BVB hat das Team von Trainer Jupp Heynckes nun keine Chance mehr auf den Titel.
Die Meisterschaft geht damit zum ersten Mal seit 2002 wieder nach Dortmund. Gegen Nürnberg sorgten Tore der Angreifer Lucas Barrios (32. Minute) und Robert Lewandowski (43.) für den 22. Saisonsieg des BVB und die Entscheidung im Kampf um die Meisterschale. Die Borussia feiert den insgesamt siebten Meistertitel der Vereinsgeschichte.
Als der Schlusspfiff ertönte, umarmte Meistertrainer Jürgen Klopp seinen Assistenten Zeljko Buvac und tätschelte den verletzten Patrick Owomoyela, während der Rest seiner Spieler im Mittelkreis ausgelassen feierte. Verteidiger Lukas Piszeck hatte Tränen in den Augen, Mittelfeldmann Antonia da Silva herzte am Mittelkreis seine Kinder. „Ich bin einfach nur glücklich, Ich dachte, es fühlt sich euphorischer an, aber vielleicht kommt das noch“, sagte Klopp nach der Partie und fuhr fort: „Es ist ein überragendes Gefühl. Was die Junges geleistet haben, ist nicht in Worte zu fassen.“
„Das ist einer der schönsten Tage meiner Karriere“
„Ich kann das noch gar nicht richtig begreifen. Ich bin einfach nur glücklich“, sagte BVB-Boss Hans Joachim Watzke unmittelbar nach dem Schlusspfiff und war den Tränen nahe. Auch Sportdirektor Michael Zorc war außer sich vor Freude: „Das ist einer der schönsten Tage meiner Karriere. Wir haben sehr, sehr lange darauf warten müssen. Ich freue mich sehr für die Jungs.“
Der Erfolg hatte sich angekündigt. Als Anwärter auf einen Europa-League-Platz in die Saison gestartet, eroberte das Team von Trainer Jürgen Klopp am zehnten Spieltag durch einen Auswärtssieg bei Mainz 05 die Tabellenspitze und gab die Führung seitdem nicht mehr her.
Gegen Nürnberg startete der BVB aber mit Mühe: Die Gäste agierten aggressiv und attackierten den Gegner bereits im Mittelfeld. Eine Woche nach der unerwarteten 0:1-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach gelang dem BVB vor 80.720 Zuschauern zunächst nichts bis auf einen Schuss von Kevin Großkreutz aus etwa 18 Metern, den Nürnbergs Torwart Raphael Schäfer parieren konnte (12.).
Dessen Mannschaft machte aus ihren Standardsituationen zu wenig: Nach einer Ecke von Mehmet Ekici jagte Andreas Wolf den Ball über das Tor (14.), sieben Minuten später verpassten er und Philipp Wollscheid die Hereingabe nach einem Freistoß nur knapp. Größter Aufreger nach etwa einer halben Stunde war eine Gelbe Karte für Dortmunds Barrios, der Schäfer im Zweikampf mit dem Fuß am Kopf getroffen hatte (27.).
Barrios und Lewandowski machen den Triumph perfekt
Die beiden sollten in der 32. Minute wieder aufeinandertreffen: Diesmal entschied der Stürmer das Duell für sich. Einen Schuss von Mario Götze konnte Schäfer nicht festhalten, den Abpraller verwertete Barrios aus kurzer Distanz zum umjubelten Führungstreffer. Der nach einem Muskelfasseriss genesene Nationalspieler Paraguays feierte seinen 14. Saisontreffer – verdient war er nicht. Doch Nürnberg gab das Spiel nach gutem Beginn noch vor der Halbzeit komplett aus der Hand. Dortmund kam mit einfachsten Mitteln zum zweiten Tor.
Abwehrspieler Mats Hummels schlug einen weiten Ball an den gegnerischen Strafraum. Verteidiger Javier Pinola ließ sich im Zweikampf von Lewandowski düpieren, der den herauseilenden Schäfer per Lupfer überwand: 2:0 (43.).
Mit dem komfortablen Vorsprung im Rücken agierte Dortmund in der zweiten Hälfte deutlich sicherer als zu Spielbeginn. BVB-Torwart Roman Weidenfeller musste in der 52. Minute dennoch gegen Christian Eigler klären, der Neven Subotic versetzt hatte, dann aber mit seinem Schuss aus wenigen Metern scheiterte. Der BVB hatte dennoch mehr vom Spiel. Leandowski (60.) und Subotic (60.) verpassten das 3:0 aber ebenso wie Götze (65.).
Nach dem Zwischenstand aus Köln verwandelte sich das Dortmunder Stadion in einen Freudenkessel. Die Mannschaft hatte die Partie im Griff, Nürnberg konnte nicht mehr kontern.
Leverkusen verspielt letzte Meisterchancen in Köln
„Wenn Dortmund patzt, werden wir da sein“, hieß es unter der Woche von Verfolger Leverkusen. Ausgerechnet im Derby beim 1. FC Köln ließ der Tabellenzweite den Worten keine Taten folgen.
Leverkusen stand enorm unter Druck, besonders nach der BVB-Führung gegen Nürnberg, denn die Kunde der Dortmunder Treffer war längst nach Köln durchgedrungen. Erst spät drehte das Team von Trainer Jupp Heynckes nach einer sehr schwachen ersten Hälfte auf: Renato Augusto fand Stefan Kießling, der aus neun Metern an die Unterkante der Latte schoss (52.). Auf der Gegenseite verpasste Novakovic eine Flanke von Brecko (57.). Kurz darauf versetzten die beiden Bayer den Knockout.
Aus dem Halbfeld bediente Brecko erneut Novakovic, der allein vor Adler mit rechts unter die Latte traf (67.). Leverkusen wirkte geschockt – und hatte Pech. Ein abgefälschter Distanzschuss von Renato Augusto klatscht an den rechten Innenpfosten (75.). Statt den Ausgleich zu erzielen, musste Bayer kurz darauf sogar den nächsten Gegentreffer hinnehmen. Nach einem Freistoß von Petit setzte erneut Novakovic den Schlusspunkt (82.). Bayer war am Boden, der BVB feiert.
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