Archiv der Kategorie: Trauringe

Goldringe im Wandel der Zeit

Ringe im Wandel der Zeit

Das Kulturgut Schmuck gibt es schon mehrere tausend Jahre. Noch bevor die Menschen Werkzeuge zum Sammeln von Nahrungsmitteln oder als Hilfe für die Ernte erfanden, haben sich die Menschen geschmückt. Das trifft auch auf Ringe zu. Die ältesten bekannten Ringe sind sogar mehr als 20000 Jahre alt und wurden aus dem Elfenbein des Mammuts hergestellt. Sie wurden im heutigen Tschechien gefunden. Auch andere Materialien wie Holz, Gras oder etwa Bernstein wurden schon sehr früh zu Ringen verarbeitet. Bis die ersten Ringe aus Edelmetall hergestellt wurden war es aber ein langer Weg.
1972 fand man in Bulgarien Goldschmuck, der 5000 Jahre alt ist. Unter den etwa 3000 Schmuckstücken befanden sich auch unzählige Goldringe. Hier war es die Goldschmiedekunst der Skyten, die erstaunliches hervorbrachte.

Ring hatten lange einen symbolischen Inhalt

Doch Ringe waren über Jahrhunderte und mit der Fortentwicklung der Gesellschaft eher von symbolischer Bedeutung. Zu besonderen und einmaligen Gelegenheiten wie Krönungen, Geburten, Hochzeiten oder Todesfällen fertigte man Ringe an. Gleichzeitig entwickelte sich aber auch die Tradition einen Ring als Symbol der Liebe zu verschenken.
Bei den Römern galt der Ring als offizielles Versprechen, den zwischen Mann und Frau geschlossenen Ehevertrag einzuhalten. Gleichzeitig symbolisierte er den Zyklus des Lebens und der Ewigkeit.

Im 15. Jahrhundert entwickelte sich langsam der Brauch zur

Verlobungsring 19. Jh Ringe im Wandel der Zeit
Verlobungsring 19. Jh mit Grandeln und Glas

Verlobung Goldringe mit einem Diamanten zu verschenken. Auch wurden die ersten Ringe (vorzugsweise Goldringe) mit Inschriften versehen.

Es gab immer wieder neue und andere modische Erscheinungen, aber bis heute hat sich die Tradition Goldringe als Symbol der Liebe und Treue von Mann und Frau gemeinsam zu tragen,oder zu verschenken, erhalten.

 

Auch andere Formen von Goldringen haben lange Tradition und waren nur wenigen Menschen vorbehalten. Sie dienten als Symbol des religiösen Standes (z.B Bischofsring mit Amethyst), als Hinweis der Zugehörigkeit zu bestimmten militärischen Kreisen oder anderen Eliten. Der Siegelring war traditionell immer ein Symbol der Herrschenden und diente als Erkennungs- oder Beglaubigungszeichen, sowie als Verschluss von Schriftstücken. Goldringe waren über viele Jahrhunderte die Insignien der Macht.

Erst im 19. Jahrhundert gab es Ringe für Jedermann

Aus diesen Herrschaftsschichten kamen auch immer die Aufträge, die der Goldschmied als Handwerker zu erfüllen hatte. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts hat sich, ähnlich wie auch in der Malerei, die Handwerkskunst von den Auftraggebern lösen können. Heute werden Goldringe, wie auch jede andere Schmuckform, für jedermann entworfen und hergestellt und sind nicht mehr so symbolträchtig, wie sie über viele Jahrhunderte gewesen sind.
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zeitlose, moderne Goldringe - Ringe im Wandel der Zeit
zeitlose, moderne Goldringe

Heute kann sich jeder seine Goldringe, Silberringe oder Kettenanhänger von einem Goldschmied so gestalten lassen, wie er möchte, auch mit einer ganz eigenen Symbolik als besonderes Geschenk. Oder man sucht sich bei einem reichhaltigen Angebot, bei einem Juwelieren oder in einem Schmuck Online Shop seinen eigenen, feinen Goldring aus. Dies ist eine Errungenschaft der gesellschaftlichen Entwicklung der letzten Jahrhunderte. Die Schmuckauswahl ist heute riesig und nicht mehr nur wenigen vorbehalten. Schmuck soll heute schmücken und gefallen, nicht aber einer Machtposition dienen, wie es gerade bei Ringen geschichtlich oft der Fall gewesen ist.

Trauringe aus Weissgold mit Brillant

Trauringe aus Weissgold

Diese Trauringe zeichnen sich durch eine spezielle Oberfläche aus. Diese Art der Oberflächengestaltung wird als eismatt bezeichnet. Wenn man genau hinsieht, ähnelt die Oberfläche einer durch Schlittschuhe zerkratzten Eisbahn.

Die Ringe sind sehr kräftig. Sie lassen sich aber selbstverständlich auch wesentlich zarter

Trauringe aus Weissgold mit Brillant
Trauringe aus Weissgold

in meiner Goldschmiede herstellen. Diese Trauringe aus Weissgold sind die Ringe 6 mm breit und haben eine Stärke (von innen nach aussen) von 2,5 mm. Sie bestehen aus Weissgold, was in diesem Fall von dem Paar gewünscht war. Aber auch hier lassen sich andere Materialien verarbeiten, damit die Ringe Gelb- oder auch Rotgold werden.

Ich verwende für Trauringe aus Weissgold, wie auch  grundsätzlich, wenn ich mit Weissgold arbeite, aussschließlich Palladium-Weissgold. Im Unterschied zu nickel-haltigem Weissgold besteht bei diesem Material keine Gefahr, dass es zu einer Allergie kommen kann. Viele wissen wahrscheinlich nicht, dass  Weissgold sowohl mit Nickel, als auch mit Palladium legiert werden kann, damit aus der gelben Farbe vom Gold ein weisses Material entsteht.

Der Damenring ist zusätzlich mit einem Brillanten besetzt, der 0,10 ct wiegt, und somit einen Durchmesser von 3 mm besitzt. Der Damen-Ring kann aber auch ohne Edelstein sein, oder mit einem harten farbigen Edelstein besetzt werden. Ich berate Sie gern.

Trauringe aus Altgold

Trauringe aus Altgold mit Brillant

Diese Trauringe aus Altgold sind aus dem alten Gelbgold der Kunden entstanden. Es handelt sich dabei in erster Linie um nicht mehr getragene alte Trauringe aus der Familie, die ich in meiner Goldschmiede eingeschmolzen habe, um daraus ganz neue Trauringe genau nach der Vorstellung der Kunden zu fertigen. Die alten Familienstücke waren zum Teil sehr dünn oder einfach nicht nach dem Geschmack der Kunden. Es sollten also, wie ja eigentlich üblich neue Trauringe her.

Somit habe ich anhand von vorhandenen Musterringen Empfehlungen gegeben und die

Trauringe aus Altgold mit Brillant
Trauringe aus Altgold mit Brillant

Kunden über verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten ihrer Trauringe aus Altgold informiert. Es war von Beginn an klar, dass in den Damenring ein Brillant eingearbeitet werden sollte. Auch sollten die Ringe eher schlicht und poliert sein. Es ging also letztlich nur um das Profil, d.h. den Querschnitt, der Ringe.

Hier habe ich bombierte Ringe empfohlen. Das sind Ringe, bei denen die Innenseite gewölbt ist. Diese Wölbung erhöht den Tragekomfort. Auch bei geschwollenen Fingern, durch hohe Temperaturen im Sommer oder, wenn man viel gelaufen ist, lässt sich der Ring recht gut vom Finger nehmen, wenn es nötig ist. Die meisten Kunden bestätigen mir, dass plombierte Ringe angenehm zu tragen sind. Bei diesen Ringen hat es sich ergeben, dass die Außenwölbung annähernd identisch mit der Innenwölbung ist. Man darf nicht vergessen, dass die Form der Ringe manuell mit
Feilen hergestellt wurde.

 Die Ringe sind unterschiedlich in der Breite

Bei diesem Ring-Paar habe die beiden Ringe nicht die gleiche Breite, was ja auch nicht erforderlich ist. Der Damenring ist 0,5 mm breiter als der Herrenring, damit der Brillant mit einem Durchmesser von 3 mm gut gefasst werden konnte. Auch wenn die Männerhand sehr kräftig ist, kann es optisch besser aussehen, wenn der Herrenring breiter ist als der Damenring.
 
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Die Kosten für die Trauringe haben sich durch die Verarbeitung von altem Gold für die Kunden fast halbiert, verglichen mit neuen Trauringen aus Industrieproduktion, die ich hätte bestellen können.
Gerade bei dem zur Zeit sehr hohem Goldpreis lohnt es sich immer, wenn man Altgold verarbeiten lässt. Auch der ideelle Wert kann gerade bei Trauringen von Bedeutung sein. Diese Trauringe whabe ich ja aus den Trauringen der verstorbenen Großeltern gefertigt.