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Berühmte Perlen

Berühmte Perlen mit Eigennamen

Berühmte Perlen bekommen einen eigenen Namen.
Hier ist es zunächst die Pellegrina. Diese Perle wurde zu Beginn des 19.Jahrhunderts an die russischen Hofjuweliere Zosima nach Moskau verkauft. Ihre genaue Herkunft ist aber nicht bekannt. Es ist aber möglich, dass es sich um eine besondere Perle aus dem französischen Kronschatz handelt, die während der französischen Revolution verschwand. Diese verschwundene Perle hieß „Reine des Perles“. Sie war silbrig, rund und hatte ein Gewicht von 5,6 g. Eine der berühmten Perlen, als Pellegrina bezeichnet, tauchte 1935 in London auf einer Ausstellung auf. Sie hatte aber die Form eine Tropfens. Bis heute ist nicht bekannt, was aus der ursprünglichen Pellegrina-Perle geworden ist. Ob es darüber Auskünfte aus Russland gibt ist mir nicht bekannt.

Berühmte Perle mit Historie

Im Gegensatz dazu lässt sich die Historie einer weiteren berühmten Perle, der

ElizabethTaylor mit Peregrina,berühmte Perlen
ElizabethTaylor mit Peregrina

Peregrina( „Pilgerin“) bis in das Jahr 1513 verfolgen. In diesem Jahr wurde sie Bestandteil des spanischen Kronschatzes. Die Perle erstand Richard Burton im Jahr 1969. Diese berühmte, tropfenförmige Perle hat die Größe eine Taubeneis und wiegt ca. 10,2 Gramm.

In der Ausgabe vom Lapidary Journal vom August 1974 berichtete Donald A. Bryan über die Geschichte der Peregrina unter Berufung auf das Buch „Here, There and Everywhere“ von Lord Frederick Hamilton.
Demnach hatte ein Sklave des Eroberers Balboa die Perle im Golf von Panama gefunden. Balboa nahm die Perle an sich, gab dem Sklaven die Freiheit und schenkte die Perle dem spanischen König Ferdinand V., da er bei diesem in Ungnade gefallen war. Der Urenkel von Ferdinand V. Philipp II schenkte die Perle 1556 seiner Frau Mary Tudor von England zur Hochzeit. 1558 gelangte die Perle wieder an den spanischen Hof, nachdem Mary gestorben war. Philipp II trug die Perle nun bei besonderen Anlässe als Hutnadel, was den Bekanntheitsgrad der Perle steigerte. Im Jahr 1579 wurde die Perle von Garcilasco de la Vega (Historiker) begutachtet und ihr wurde ein Wert von 14400 Golddukaten zugeschrieben, auch wenn ihren Wert nicht beziffern könne.

Derartige berühmte Perlen wurden vererbt

Durch Erbfolge gelangte diese berühmte Perle u.a. über Margarete von Österreich und Maria Louisa von Orleans (Frau von Karl II) vorübergehend an den französischen Hof nach Versailles, da der als König von Spanien eingesetzte Bruder Napoleons 1813 mit der Perle nach Frankreich floh. Bis 1873 war die Perle im Besitz der
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Nachfolger Napoleons, bis Napoleon III aus Frankreich floh und im Exil in den USA und England lebte. Aus finanzieller Not heraus verkaufte Napoleon III die Perle 1873 an den Duke von Abercorn, Vater des oben genannten Lord Hamilton. Nach dessen Tod bekam der Bruder die Perle und ließ sie bohren. Bis zum Verkauf durch eine New Yorker Galerie an Richard Burton war die Perle im Besitz der Familie Abercorn. Richard Burton zahlte den recht niedrigen Preis von 37000 Dollar und schenkte die Perle Elizabeth Taylor zum Valentinstag. 1972 hätte die oben genannten 14400 Golddukaten etwa 250000 Dollar entsprochen.

Hope-Perle

Die uns heute aber bekannteste Perle ist die sog.Hope-Perle. Man kann sie in London

Hope-Perle
Hope-Perle

im South-Kensington-Museum betrachten. Benannt wurde sie nach dem amerikanischen Bänker Henry Philip Hope. Bekannter ist wohl ein ebenfalls nach ihm benannter blauer Diamant. Diese Hope-Perle hat die Form eine Zylinders mit einer Länge von 50 mm. Dabei kommt sie auf das stolze Gewicht von 90,8 g (454 Karat). Der Durchmesser variiert von 83 bis 150 mm. Ihre Farbe an der Oberfläche ist zu 75 % weiß. Sehr viel mehr ist über diese Perle nicht bekannt.

Es gibt sicherlich auch noch weitere  berühmte Perlen, die ich hier nicht genannt oder erwähnt habe.

Färben von Achat

Das Färben von Achat

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, sind die Achate aus südamerikanischren Lagerstätten meist grau und lassen keine Zeichnung erkennen. Daher ist bei diesen Steinen das Färben von Achat oft erforderlich.  In Südamerika befinden sich zwar heute die wichtigsten Lagerstätten von Achat, aber die Qualität ist nicht besonders. Daher färbt man den Achat, um lebhaftere Strukturen zu bekommen.

 

Färben von Achat- Farbstufen
Färben von Achat – Farbstufen

Gefärbte Achate sind mit blossem Auge nicht als solche zu erkennen, es sei denn, der Achat bekommt durch´s Färben eine Farbe, die in der Natur nicht vorkommt. Zur Vollendung des Färbens haben es die Achat- und Farbsteinschleifereien in Idar-Obersein gebracht. Hier findet das Färben seit den 20er Jahren des 18.Jh in großem Rahmen statt. Aber die Einzelheiten des Färbens sind das Geheimnis der verschiedenen Firmen. Sie hüten diese entsprechend. Bekannt ist aber die allgemeine Abwicklung des Färbens. Gewöhnlich finden hierfür anorganische Farben Verwendung. Diese sind lichtecht und im Unterschied zu organischen Farben besitzen sie eine größere Intensität besitzen.

Reglementiert wurde das Färben von Achat in den Vorschriften der CIBJO. Hiernach brauchen „gebänderte Achate, die durch Hitzebehandlung und durch die Einwirkung von Säure oder Beize eine permanente und irreversible Farbumwandlung erfahren haben“ nicht als behandelt gekennzeichnet werden.

 

Die Möglichkeit Achat zu färben ist unterschiedlich und hängt von der Porosität, dem Wassergehalt und dem Opalgehalt ab. Die dichten weißen Bänder lassen sich kaum färben. Diese dichten Achatschichten werden als hart bezeichnet. Aber die sogenannten weichen schichten Schichten lassen sich gut färben. Bevor man den Achat färbt, reinigt man ihn in warmer Säure oder Lauge. Anschließend schneidet man ihn in die gewünschte Form. Oft werden sie auch geschliffen und poliert.
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Färben  – die möglichen Farbvarianten im einzelnen:

Rotdurch Eisenoxid – der Achat wird in Eisennitratlösung eingelegt und stark erhitzt. Durch unterschiedliche Abläufeerreicht man verschiedene Rottöne. Es lassen sich auch nur durch Brennen Rotfärbungen erzielen.
Gelbdurch Eisenchlorid – zunächst wird der Achat mit Salzsäure getränkt, danach leicht erwärmt. So erreicht man einen zitronengelben Farbton.
BraunBehandlung mit einer Zuckerlösung und erhitzen.
Grünfarbgebende Substanz ist Eisen – einlegen des Achats in eine Chromsalzlösung und anschließendes Erhitzen.
BlauFarbgebende Substanz Eisen – der Achat wird erst in eine gesättigte Lösung aus Kaliumferrocyanid (giftig) gelegt. Anschließendes Kochen in wasserhaltigem Eisensulfat (Eisenvitrol) gibt ein Berliner Blau
Schwarzdurch Kohlenstoff – einlegen in konzentrierter Zuckerlösung oder sogar Honig. Anschließend mit erwärmter Schwefelsäure behandeln.

 

Angemerkt sei hier noch, dass die meisten vorkommenden durchgehend schwarz-gefärbten Achate als Onyx im Handel sind!

Achat, eine Edelstein der Quarz-Gruppe

Der Achat

Der Name Achat ist von einem Fluss in Sizilien, dem Achates abgeleitet.

Der Achat gehört mit zu der Gruppe der Quarze. Seine Mohshärte beträgt 6,5-7. Wie alle Quarze besteht auch dieser aus Siliziumdioxid.
Achat-Druse
Achat-Druse
Achat ist ein konzentrisch schaliger, gestreifter Chalcedon, der durchaus von Opalsubstanz durchzogen sein kann. Diese Farbbänder sind verschiedenfarbig oder eintönig. Die in Deutschland gefundenen Steine waren meistens rosa, rot und bräunlich mit grauen Zwischenlagen.
Diejenigen, die man in Südamerika fördert, sind meist grau. Sie besitzen für gewöhnlich auch keine auffällige Zeichnung. Dennoch sind hier heute die wichtigsten Fördergebiete (Uruguay, Brasilien). Diese gräulichen Varietäten können chemisch behandelt werden. Zumeist färbt man die Achate durch diese Behandlung.

Dieser Edelstein lässt sich einfach färben

Schon die Römer kannten Techniken des  Achatfärbens.
Amethystdruse
Amethystdruse

Man findet diesen Edelstein als mandelförmge oder kugelige Einlagerungen in sogenannten Geoden. Dies sind teilweise oder ganz gefüllte Hohlräume. Sie können eine Größe von wenigen Millimetern haben. Aber die Größe kann auch bis zu mehreren Metern Umfang betragen. Die streifigen Muster entstehen durch rhythmische Kristallisation. Der genaue Ablauf ist aber umstritten. Die einzelnen Achatbänder sind unterschiedlich dick. Ihrer Stärke behalten sie aber in der Regel in der gesamten Geode bei.

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Wird das Innere der Geode nicht vollständig mit Achatmasse gefüllt, so können sich im entstandenen Hohlraum Kristalle bilden. Dies sind größtenteils bekannte Quarze wie Bergkristall, Amethyst oder Rauchquarz. Aber auch seltener Quarze kommen vor.