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Pflege von Opal – Opalpflege

Pflege von Opal-Schmuck

Opal ist ein sehr empfindlicher Edelstein. Er hat einen Härte von 5,5-6,5 und liegt in der Mohsschen Härteskala im Mittelfeld. Man sollte ihn aber auf jeden Fall bei der Arbeit ablegen. Ansonsten hält ein Opal schon einiges aus. Es gibt aber Unterschiede bei den einzelnen Opalarten (siehe dazu an anderer Stelle). Allgemein werden Boulderopale als die Widerstandsfähigsten angesehen.

Zur Pflege von Opal sollten Sie folgendes berücksichtigen:

  1. Sehr wichtig: Der Opal will getragen werden. Opale sind wasserhaltig. Durch das Tragen wird dem Opal immer wieder etwas Feuchtigkeit gegeben. Kontakt mit der Haut reicht dabei oft schon aus. Körperfette, Öle oder auch Kosmetika schaden dem Opal nicht so sehr wie allgemein angenommen, da der Hauptbestandteil (Kieselsäure) chemisch recht stabil ist. Nur bei der Anwendung von Haarspray sollte Opalschmuck zuvor abgelegt werden, da im Haarspray Lösungsmittel und andere Chemikalien enthalten sein können.
  2. Den Opal nach dem Tragen mit lauwarmen Wasser reinigen. Schmuck wird viel zu selten gereinigt. Hierzu kann man ein mildes Spülmittel benutzen, wenn diese notwendig erscheint. ABER niemals scharfe, scheuernde oder ätzende Reinigungsmittel benutzen und immer mit klarem Wasser nachspülen! Anschließend an der Luft trocknen lassen.
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  3. Opale mögen keine extremen Temperaturschwankungen. Nicht im Winter nach der Schneeballschlacht die Hände am Kamin erwärmen. Bei Temperaturenschwankungen von minus 15 bis 25 Grad kann der Opal zerspringen
  4. Opal nicht in mit Stoff ausgeschlagenen Behältnissen, Dosen, Schatullen aufbewaren. Der Stoff entzieht dem Opal die Feuchtigkeit. Eine Kunststoffdose mit feuchter Watte ist nur zu empfehlen, wenn die Watte dabei nicht austrocknet. Ansonsten zieht auch die Watte die Feuchtigkeit aus dem Opal.
    Am Bestehen wird der Opal an der normalen Luftfeuchtigkeit eines Zimmers aufbewahrt, nicht auf der Heizung und in einem schattigen Bereich in der Nähe einer Vase mit Wasser und Blumen. Trockenen Luft sollte vermieden werden. In der Sonne wäre nicht die Temperatur das Problem, sondern die damit in Verbindung stehende Verdunstung.
  5. Für Dubletten gelten die gleichen Regeln. Nur beim Waschen sollte man sich zurückhalten und die Dubletten nicht in Wasser legen. Auf Dauer löst sich der Klebstoff zwischen den Lagen. Triplette hingegen sind unempfindlicher, da der Opal nicht mit trockener Luft in Berührung kommen kann. Aber auch hier kann zu viel Feuchtigkeit dem Kleber zwischen den Steinlagen schaden.

Bei ordentlicher Pflege von Opal haben Sie wirklich lange etwas von Ihrem Edelstein.

Organischer Edelstein – Bernstein

Organische Edelsteine – Bernstein

Bernstein kann als organischer Edelstein bezeichnet werden. Menschen haben schon zu Beginn ihrer Stammesgeschichte angefangen sich zu schmücken. Wie in der Tierwelt ging es auch den frühzeitlichen Menschen darum, aufzufallen oder dem anderen Geschlecht zu gefallen. Diese Verhalten hat eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Entwicklung der Ästhetik. Die Natur gab und gibt viele Möglichkeiten sich zu schmücken. So gibt es in der Natur Knochen, Blüten, Pflanzensamen, Horn, Federn ,Nüsse. Elfenbein und vieles andere mehr.

Auch Perlen und Koralle sind Naturprodukte, die sich finden lassen. Sie sind hierbei die einzigen Naturprodukte, die aus heutiger Sicht den kulturgeschichtliche und mineralogischen Anspruch eines organischen „Edelsteins“ erfüllen. Dies begründet sich aber nicht auf die typischen Kriterien wie Härte oder Kristallstruktur, sondern vielmehr auf ihrer Seltenheit, ihrer Schönheit und ihrem möglichen Farbenspiel. Auch die Schwierigkeit sie zu bekommen oder der Natur abzunehmen führte dazu, dass sie in den Kulturen in das Sortiment der Edelsteinen aufgenommen wurden.

Bernstein

Der Name leitet sich vom niederdeutschen Wort „börnen“= brennen ab. Dies ist ein Hinweis darauf, das Bernstein brennbar ist. Sein Schmelzpunkt liegt bei 350-400 Grad Celcius.

Zunächst sei gesagt, dass sich das Interesse an diesem organischen Edelstein keineswegs nur auf die Schmuckherstellung oder auf kunstgeschichtliches Kulturgut (z.B. das Bernsteinzimmer) bezieht. Die Naturwissenschaft erhält einmalige Zeugnisse für die Erforschung der Tier- und Pflanzenwelt vor allem des Alttertiärs. Als Einschlüsse haben sich Insekten und Pflanzenteile in dem erhärteten Baumharz in bester, fast „lebensfrischer“ Güte bis heute erhalten und geben Rückschlüsse über jene Zeit.

Was ist Bernstein?

Bernstein
Bernstein

Bernstein ist fossiles, erhärtetes Harz der Kiefer Pinus succininfera und entstand vor 50 Millionen Jahren. Diese Kiefer wuchs in ausgedehnten Waldgebieten im heutigen Nordosteuropa. Dieses Gebiet wurde vor etwa 35 Millionen Jahren überflutet. Das Material, das sich bis dahin in riesigen Mengen im Waldboden angereichert hatte wurde ausgewaschen, transportiert und wieder abgelagert. Die sog. „Blaue Erde“ des Samlandes in Ostpreußen (bei Palmnicken) westlich von Königsberg ist somit die Hauptlagerstätte, wo er heute gewonnen wird.

Unter einer 30 m dicken sandig-tonigen Schicht liegt ein 9 m dicker bernsteinhaltiger Ton, aus dem im Tagebau der Bernstein gewonnen wird. Das Rohmaterial wird durch Wasser ausgewaschen und von Hand verlesen. Nur 15 % des so gewonnen Materials eignen sich für die Schmuckherstellung. Der Rest wird zum Pressbernstein (Ambroid s.u.) oder für technische Zwecke verarbeitet. Daneben werden an der gesamten Nord- und Ostseeküste und in der Norddeutschen Tiefebene Anreicherungen von Bernstein gefunden. Große Bernsteinvorkommen befinden sich am Boden der Ostsee. Nach starken Stürmen, wenn die Wellen den Meeresgrund aufgewühlt haben, kann man somit an den Ständen der Ostsee Bernstein finden. Diese sogenannte Seebernstein ist von besonders fester Struktur.

Die reinsten Formen des Bernsteins sind sog. Fliesen und Platten. Dieser Bernstein ist zwischen Baumrinde und Stamm ausgeflossen und enthält keine Inklusen (Einschlüsse). Die ausgeflossenen Harze haben meist die Form von Tropfen, Zapfen oder Strängen. Diese sind oftmals mit Inklusen versehen. Ist der Bernstein weißlich, so enthält er viele sehr kleine Bläschen, die mit Gas gefüllt sind. Sie werden als Knochen bezeichnet. Die Bernsteinfarben variieren von Gelb über Braun bis Rotbraun. Sehr selten sind grünliche oder blaue Bernsteine.
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Schmuck aus Bernstein

Die Schmuckherstellung mit Bernstein reicht bis in die Altsteinzeit zurück. Der Baltische B. auch “Gold das Nordens“ ist der erste Edelstein der Menschheit überhaupt. Schon vor 30000 Jahren wurden Ketten und Amulette aus Bernstein gefertigt. Er diente auch als Zahlungsmittel. Auch während der griechischen und römischen Antike war dieser ‚Stein‘ sehr begehrt. Es gab Handelswege von Nord- und Ostsee nach Südeuropa und nach Kleinasien (Bernsteinstraßen). Während des Mittelalters beschränkte sich die Verarbeitung des fosslien Baumharzes im Wesentlichen auf die Küstengebiete der Fundstätten, es gab eine eigene Zunft der Bernsteindreher. Bis zum 2ten Weltkrieg war die Gewinnung von Bernstein in Deutschland gesetzlich geregelt.
Weitere Fundstätten: Sizilien, Rumänien, Birma, China, Dom. Republik, Japan, Kanada, Mexiko, USA (Alaska).

AMBROID: Verschmolzene kleine Stücke und Abfallreste echten Materials, bei 140-250 Grad Celsius und bis 3000 bar zu einer einheitlichen Masse verschmolzen. Diese Masse gleicht der Natürlichen.

Organische Edelsteine – Koralle

Koralle

Die Koralle könnte als organischer Edelstein bezeichnet werden.
Menschen haben schon zu Beginn ihrer Stammesgeschichte angefangen sich zu schmücken. Wie in der Tierwelt ging es auch den frühzeitlichen Menschen darum, aufzufallen oder dem anderen Geschlecht zu gefallen. Diese Verhalten hat eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Entwicklung der Ästhetik. Die Natur gab und gibt viele Möglichkeiten sich zu schmücken. So gibt es in der Natur Knochen, Blüten, Pflanzensamen, Horn, Federn,Nüsse. Elfenbein und vieles andere mehr.

Auch Perlen, Bernstein und Koralle sind Naturprodukte, die sich finden lassen. Sie sind hierbei die einzigen Naturprodukte, die aus heutiger Sicht den kulturgeschichtliche und mineralogischen Anspruch eines organischen „Edelsteins“ erfüllen. Dies begründet sich aber nicht auf die typischen Kriterien wie Härte oder Kristallstruktur, sondern vielmehr auf ihrer Seltenheit, ihrer Schönheit und ihrem möglichen Farbenspiel. Auch die Schwierigkeit sie zu bekommen oder der Natur abzunehmen führte dazu, dass sie in den Kulturen in das Sortiment der Edelsteinen aufgenommen wurden.

Die Koralle

Schon vor etwa 2400 Jahren wurden Korallen im Mittelmeerraum zu Schmuck verarbeitet, was durch Grabfunde belegbar ist. Es gab einen antiken Handel mit Korallen, der sich bis nach Indien und China erstreckte. Der Koralle wurden magische Kräfte zugeschrieben, die das Böse abwehren sollten.

Polierter KorallenastPolierter Korallenast
Polierter Korallenast
Allgemeine Verwendung zu Schmuck oder Gegenständen des täglichen Gebrauchs (Kämme oder Messergriffe etc.) erlebte die Koralle in Europa im 15. Jahrhundert. Der Bedarf an Koralle (auch für medizinische Zwecke) führte somit immer wieder zur Vernichtung großer Korallenbänke. Dieses führte sich bis heute fort. Im 18. Jahrhundert erbrachten die Korallenbänke vor Sizilien jährlich von etwa 400 Tonnen Rohmaterial. 1990 beschränkte sich die Förderung im gesamten Mittelmeerraum nur noch auf 32 Tonnen. Dies führte dazu, dass heute die meisten geförderten Korallen aus den Meeren um Japan, aus dem Golf von Biscaya, dem Roten Meer, Hawaii, den Kanarischen Inseln und dem Malaiischen Archipel stammen.
Bei der Förderung werden weitmaschige, beschwerte Netze benutzt, die über den Meeresboden bis zu einer Tiefe von 300 m geschleppt werden. Bei dieser groben Fangmethode gehen bis zu 50 % der Korallen zu Bruch oder verschwinden in der Tiefe.
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Schonender ist die Gewinnung durch Taucher oder durch kleine Tauchboote, wie sie heute auch eingesetzt werden. Diese Methoden führen aber leider dazu, dass Korallen auch dort gefördert werden, wo die Netze nicht hinkommen. Als Schutzmaßnahme der Edelkoralle aus dem Mittelmeer wurde diese in die Bundesartenschutzverordnung für bedrohte Arten aufgenommen und der Handel somit erschwert. Nur durch weitere Schutzmaßnahmen kann auf lange Sicht der Fortbestand und der verständliche Wunsch nach dem roten Edelstein des Meeres gesichert werden.

Was ist eine Koralle?

Erst 1857 wurde der noch heute gebräuchliche Name „Anthozoa“ (Blumentiere) in die Korallensystematik eingeführt, nachdem man sich lange nicht darauf einigen konnte, ob es sich um Pflanzen oder Tiere handelt. Der Name bezieht sich auf die festsitzende Lebensweise und das astähnliche Aussehen aller Hohltiere, die nur als Polypengeneration vorkommen und ein Schlundrohr haben. Für die hier interessierenden Edelkorallen ist typisch, dass sie acht gefiederte Fangarme besitzen. Das Kalkskelett ist das Ausscheidungsprodukt einer wachsenden Polypenkolonie. Es besteht zu 84-87 % aus Calciumkarbonat. Weitere Bestandteile sind u.a. Magnesiumkarbonat, Calciumsulfat, Magnesiumchlorid, Eisenoxid. Edelkorallen wachsen sehr langsam, nur 1- 2 cm im Jahr. Große Korallenstöcke werden auf ein Alter von 50 Jahren und mehr geschätzt. Wichtige Bedingungen für das Wachstum sind felsiger oder fester Untergrund,wenig Wasserbewegung, geringe Temperaturschwankungen, stabiler Salzgehalt, gedämpftes Licht und vor allem sauberes,relativ warmes Wasser.

Verarbeitung

Nach der „Ernte“ werden die Weichteile von den Stöcken gerieben und nach Qualität sortiert. Im Rohzustand sind Korallen matt. Nach der Politur werden sie glasglänzend. Geschliffen wird mit feinkörnigem Sandstein und Schmirgel, poliert mit Filzrädern. Die Verwendung liegt in erster Linie in der Kugelform für Ketten und Armbänder. Es werden aber auch Cabochons (eine Form des Glattschliffs), kunstgewerbliche Gegenstände und Skulpturen gefertigt. Stabförmige Stücke werden gebohrt und zu Splitterketten aufgezogen.

Koralle CabochonKoralle Cabochon
Koralle Cabochon
Korallen sind empfindlich gegen hohe Temperaturen, Säuren und heiße Bäder. Durchs tragen kann die Farbe verblassen. Die Härte ist gering und liegt bei 3-4 in der Mohsskala (hierzu mehr an anderer Stelle im Blog )
Der Haupthandelsort ist seit über 200 Jahren Torre del Grecco südlich von Neapel, wo über drei Viertel aller Korallen verarbeitet werden.
 
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Handelsbezeichnungen

Die Edelkoralle ist die begehrteste aller Korallenarten. Nach Fundorten und Qualitäten gibt es zahlreiche Handelsbezeichnungen. Ist die Farbe einheitlich hellrot bis lachsfarben bezeichnet man sie als MOMO, mittelrot heißt sie SARDEGNA, ochsenblutrot MORO und wenn sie zartrosa mit weißlichen oder rötlichen Flecken ist nennt man sie ENGELSHAUT-Koralle.
Schwarze oder blaue Korallen sind im Handel ohne Bedeutung.