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Silberring mit Rutilquarz

Silberring mit Rutilquarz

Dieser Silberring mit Rutilquarz ist ganz neu von mir angefertigt und befindet sich in meinem Shop.

Da ich diesen Edelstein , da es sich ja um ein bearbeitetes Naturprodukt handel, nur einmal habe, ist es ein Unikatring, den ich nur in ähnlicher Form noch einmal herstellen könnte. Das trifft für fast alle Schmuckstücke zu, die einen einzigartigen Edelstein beinhalten. Es gibt aber selbstverständlich auch Edelsteine, die es zulassen optisch eine annähernd genaue Kopie anzufertigen.

Bei einem Rutilquarz ist es aber undenkbar, dass sich die Rutilnadeln

Silberring mit Rutilquarz
Silberring mit Rutilquarz

in ihrer Anordnung  gleichen.

Der Silberring mit Rutilquarz ist von mir bewusst schlicht gehalten. Es sollte nichts von dem Edelstein ablenken, der durch seine innere Struktur eine ausreichende optische Wirkung hat.

 Wer mehr über Quarze mit Rutilnadeln wissen möchte, dem sei dieser Artikel über Rutilquarz in meinem Blog ans Herz gelegt. Weitere Fotos befinden sich in meinem Shop.

Rutilquarz

Rutilquarz

Rutilquarz, das sind feinste Nadeln in Bergkristall oder Rauchquarz

Tief im Inneren eines Berges in den Alpen tropft in einem Jahrtausende alten Hohlraum langsam Wasser und bringt Kieselsäure mit. An den Wänden des Hohlraumes entsteht durch Verdunsten des Wassers eine Tapete von Kieselsäure, aus der sich allmählich die ersten kleinen Kristalle bilden. Es entstehen Kristalle aus reiner Kieselsäure: Bergkristalle.

Es ist viele Jahrtausende her, seit die Menschen den Bergkristall

Rutilquarz, facettiert
Rutilquarz, facettiert

kennen. Sie müssen fassungslos vor den glattflächigen, überharten und wasserklaren Gebilden gestanden haben, die sie, sich tief in einer Gesteinshöhle tastend, fanden und die im Licht ihres Kienspans glitzerten. Da den Menschen die Entstehung der Kristalle noch Jahrtausende lang ein Geheimnis blieb. Lag es nahe, an überirdisches Wirken zu glauben und vom Wunderbaren Wunder zu erwarten.

Die alten Griechen wähnten, der in kalten Berghöhlen zu findende „kristallos“ sei steinhart gefrorenes Eis, das nie mehr auftauen könnte: „Die Götter haben deshalb ihr Domizil aus ihm errichtet, weil nicht einmal Glut der Sonne ihn zerstören kann“.
Bringt das Wasser aber nicht nur reine Kieselsäure mit, sondern auch etwas Eisen, kann der violette Amethyst entstehen.Im Gestein kann es eine schwache radioaktive Strahlung geben. Trifft sie auf Bergkristall färbt der sich dunkel. Ein Rauchquarz ist entstanden.

Rutil

Im Quarz selber kann aber noch ein Mineral wachsen: feinste Rutilnadeln aus Titanoxid. Der Name Rutil kommt aus dem Lateinischen und heißt „rot Schimmern“. In Quarz können die Nadeln so groß wachsen, dass man sie gut sehen kann. Man spricht dann von Rutilquarzen. Doch sie können auch so klein bleiben, dass sie mit bloßem Auge nicht zu sehen sind. Der Rosenquarz wird durch Eisen und microkristalline Rutilnadeln rosa gefärbt.
Schließlich erzeugen sie in den Korunden Saphir und Rubin  das optische Phänomen des Asterismus – ein über den Stein schwebenden Stern.
Das Foto zeigt einen Bergkristall mit Rutilnadeln aus meiner Goldschmiede.
Einen Ring mit einem kreisrunden Bergkristall im Cabochon-Schliff, der mit Rutil-Nadeln durchzogen ist, befindet sich auch in meinem Shop.

Edelstein der Quarzgruppe – Bergkristall

Bergkristall

Bergkristalle sind seit langem sehr begehrte und beliebte Edelsteine. Diese hängt mit ihrem beinahe diamantenem Funkeln zusammen. Bereits im frühen Mittelalter wurden sie zum Beispiel in Kreuzen und sakralen Leuchtern verarbeitet. Es wurden Gefäße und Schmuckgegenstände aus Bergkristall geschnitten.

Das Wort Kristall ist aus der griechischen Sprache abgeleitet und bedeutet soviel wie Eis. In der griechischen Antike glaubte man, die Kristalle wären zu ewigem Eis erstarrtes Wasser. Ideal gewachsen bilden Bergkristalle ein hexagonales Prisma, das an seinen beiden Enden in Pyramiden spitz zu läuft. Dabei können sie durchaus tonnenschwer sein.

Wie alle Edelsteine der Quarzgruppe, zu denen beispielsweise

Bergkristall-Spitze
Bergkristall-Spitze

auch die an anderer Stelle beschriebenen Amethyste und Citrine gehören, haben  Bergkristalle die Härte 7 in der Härteskala nach Mohs und besitzen überdies eine technisch genutzte Eigenschaft : mechanische Beanspruchung in elektrische Felder transformieren zu können.

Zur Schmuckherstellung werden vor allem die ganz klaren und reinen Exemplare geschätzt. Der Bergkristall erlaubt fast jeden gestallterischen Eingriff. Diese wird vor allem bei der Steinschneidekunst genutzt, denn es können sehr unterschiedliche Gegenstände aus ihm geschnitten werden. So zum Beispiel die berühmten Kristallkugeln.

Wie gesagt gibt es tonnenschwere Exemplare. Der Normalfall ist aber, dass sie in kleineren Ansammlungen verschieden langer Spitzen in Drusen oder als Stufen zusammenwachsen. Reine, glasklare Kristalle sind verhältnismäßig selten. Häufig ist der Bergkristall durch Risse oder Einschlüsse getrübt oder undurchsichtig. Dann wird der Kristall als Milchquarz bezeichnet.  Es kann aber durch die Einschlüsse auch zu einer Veredelung des Steins führen. So sind zum Beispiel die goldfarbenen, nadelförmigen Einlagerungen von Rutil, einem Titanoxid, bei der Herstellung von Schmucksteinen sehr beliebt.

 

Rauchquarz

Die rauchig braun gefärbte Varietät des Quarzes ist der Rauchquarz, der unzulässigerweise auch als Rauchtopas (soll edler und somit kostbarer klingen) bezeichnet wird. Auch dieser Quarz wird zu Schmucksteinen  oder, bei großen Kristallen,  zu Gegenständen verarbeitet.
Bergkristalle werden weltweit gewonnen. Bedeutende Fundstätten befinden sich jedoch in Brasilien, USA, Madagaskar und in den Alpen.