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Turmaline und ihre Bezeichnungen

Turmaline und ihre unterschiedlichen Varietäten

Turmaline unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung. Diese ist somit auch für sehr unterschiedliche Farbzusammensetzungen verantwortlich. Zudem unterscheidet sich diese Zusammensetzung auch in Abhängigkeit vom Fundort der jeweiligen Turmaline. Es wird daher auch von der Turmalin-Gruppe mit einer Reihe von Mischkristallen gesprochen.

Die Farben der Turmaline sind: farblos, rosa, gelb, rot, braun, grün, blau, violett schwarz und mehrfarbig. Turmaline und ihre Bezeichnungen weiterlesen

Die eigene Ringgröße ermitteln

 Ringgröße ermitteln

Die passende Ringgröße ermitteln Sie am besten, wenn Sie einen gut sitzenden Ring auf ein Blatt Papier legen und mit einer zarten Linie den Innenkreis nachzeichnen. Danach messen Sie den Durchmesser (einschließlich der Stärke der zu sehenden Linie). dabei ist grundsätzlich aber noch zu beachten, dass ein recht breiter Ring immer etwas enger am Finger sitzt, als ein schmaler Ring mit der gleiche Größe.

Eine verbindliche  internationale Umrechnungstabelle gibt es leider nicht. Daher werden Sie bei einer Recherche immer wieder leicht abweichende Angaben zu der oben aufgeführten Umrechnungstabelle der Ringgröße finden. Die Unterschiede sind aber so gering, dass sie für den Tragekomfort nicht relevant sind. Wählen Sie diejenige Größe, die am dichtesten an Ihrem Messergebnis liegt.

In der unten stehenden Tabelle können Sie die verschiedenen Einteilungen der Ringgröße ablesen. Maßgeblich ist in Deutschland der Umfang des Fingers in mm. Ich persönlich halte diese Einteilung auch für die genaueste, zumal man auch hier noch Zwischengrößen bestimmen kann. Zumindest biete ich meinen Kunden auch immer an, dass ich einen Ring beispielsweise mit der Größe 57 1/2 anfertigen kann, wenn die Größe 57 etwas zu eng erscheint.

Tabelle mit unterschiedlichen nationalen Einteilungen

Umfang in mm DeutschlandInnendurchmesser in mmUSAEnglandFrankreich
4012,71,4C0
4113,01,8C ½1
4213,42,2D ½2
4313,72,6E ½3
4414,03,0F4
4514,33,4G5
4614,63,7G ½6
4715,04,1H ½7
4815,34,5I ½8
4915,64,9J9
5015,95,3K10
5116,25,7K ½11
5216,66,1L ½12
5316,96,4M ½13
5417,26,8N14
5517,57,2O15
5617,87,6P16
5718,18,0P ½17
5818,58,4Q ½18
5918,88,7R19
6019,19,1S20
6119,49,5T21
6219,79,9T ½22
6320,110,3U ½23
6420,410,7V24
6520,711,0W25
6621,011,4X26
6721,311,8X ½27
6821,612,2Y ½28
6922,012,6Z ½29
7022,313,0Z+130

Das beste Mittel,  die Ringgröße ermitteln  zu lassen, ist aber der Gang in ein Fachgeschäft, da hier mit einem Ringmaß der Finger genau vermessen werden kann.

Ringgröße ermitteln mit Ringmaß

Ringgröße ermitteln mit Ringmaß

 

Der Turmalin

Turmalin – ein Edelstein mit gemischten Farben

Die Turmalin-Gruppe umfasst eine große Anzahl verschiedener Mischkristalle mit sehr unterschiedlichen Farben. Je nach Farbe haben sie unterschiedliche Bezeichnungen, doch dazu später mehr. Es gibt nur selten einfarbige Turmalin-Kristalle und auch der einzelne Farbton variiert meistens, d.h., dass beispielsweise eine grüne Farbe nicht durchgehend die gleiche Färbung haben muss. Es sind also in der Regel unterschiedliche Grüntöne in einem Kristall.

Häufig ist bei Turmalinen auch eine schichtweise Farbänderung zu

Turmalin - Scheibe

Turmalin – Scheibe
Wassermelonen-Turmalin

finden. Es gibt Steine, deren äußere Schicht grün ist, während ein roter Kern von einer weißen Hülle ummantelt ist (sie werden auch als „Wassermelonen-Turmalin“ bezeichnet). Andere wiederum sind im Kern grün und haben eine rote Hülle.

Der Turmalin war schon in der Antike im Mittelmeerraum bekannt. Dennoch wurde er in Mittel- und Westeuropa erst nach der Einführung durch die Holländer im Jahr 1703 bekannt und verbreitet. Die Holländer brachten die Edelsteine aus Ceylon mit. Hier, in der singhalesischen Sprache liegt auch der Ursprung für seine Bezeichnung. Das Wort „turamali“ bedeutet so viel wie „Stein mit gemischten Farben“.

Aschentrekker? noch nie gehört!

Dennoch war die verwendete Bezeichnung lange Zeit eine andere. Ein Turmalin-Kristall wird durch Reibung oder durch Erhitzen und langsames Abkühlen elektrisch aufgeladen (Pyro- und Piezoelektrizität). Diese Eigenschaft war den Niederländern bekannt. Sie zogen mit Hilfe von erwärmten Turmalin-Kristallen die Asche aus ihren Pfeifen und nannten den Turmalin deshalb ‘Aschentrekker’, was für viele Jahre die übliche Bezeichnung für Turmaline war.

Heute werden Turmalin weiterhin thermisch behandelt, weniger für die Asche der Pfeifen, sondern vielmehr um eine farbliche Veränderung bei einigen Turmalinen zu erzielen. Durch Erhitzen auf 450-650 °C erhalten grüne Steine eine Smaragdfarbe, rötlichbraune werden leuchtend rot, andere werden in ihrer Farbe aufgehellt.

Gute Qualitäten werden, wie auch bei allen anderen Edelsteinen, als

Turmalin -  verschiedene Steine

Turmalin – verschiedene Steine

facettierte Schmucksteine geschliffen. Steine mit Einschlüssen hingegen werden in der Regel zu Cabochon-Steinen verarbeitet. Hierzu zählen auch die Turmaline, die das Chatoyieren (Katzenaugeneffekt) aufweisen, welches durch Einschlüsse fremder Kristalle oder durch kleinste Hohlkanäle verursacht wird.

In einem weiteren Artikel werde ich etwas über die im Handel vorkommenden Varietäten und deren unterschiedliche Bezeichnungen schreiben.