Schlagwort-Archive: Diamant

Silber-Ring mit Brillant

Share

Breiter Silber-Ring mit Brillant

Die Zeiten, zu denen Brillanten nur in Gold gefasst wurden sind lange vorbei. Früher wurden diese teuren Edelsteine fast ausschließlich zusammen mit dem teuren Edelmetall zu Schmuck verarbeitet. Das hat sich in den letzten Jahren sehr geändert. Heute werden Brillanten ja sogar in Schmuck aus Edelstahl verarbeiten. Es spricht ja auch wirklich nichts dagegen.

Silber-Ring mit Brillant
Silber-Ring mit Brillant

So hatte auch diese Kundin den Wunsch einen Brillanten, den sie mitgebracht hatte, in einem modernen, schlichten Ring verarbeiten zu lassen. Anhand verschiedener Ringe, die ich ihr zeigen konnte, und mit Hilfe einer schnellen Skizze, die ich gemacht habe, hatte sie schnell eine Entscheidung finden können. Der Ring sollte schnörkellos sein, aber dennoch etwas ungewöhnlich in seiner Optik. Silber-Ring mit Brillant weiterlesen

‚Pink Star‘ Diamant holt Rekordpreis bei Auktion Genf

Share

Pink Star der neue Stern am Diamantenhimmel

Ein Diamant, der unter dem Name „Pink Star“ bekannt ist, hat bei einer Auktion in Genf einen Erlös von etwa 61 Millionen Euro erzielt. Es war der höchste Preis, der jemals für ein Edelstein auf einer Auktion gezahlt wurde, hat Sotheby gemeldet.

Synthetischer Moissanit – eine Diamantimitation

Share

Moissanit

Der folgende Text stammt aus einer Pressemitteilung des Gemmologischen Instituts Hamburg vom 7.8.1998:
Die amerikanische Firma C 3 Inc. hat 1997 angekündigt, einen fast farblosen synthetischen Moissanit als Diamantimitation auf den Markt zu bringen. Es handelt sich hierbei um synthetisch hergestelltes Siliziumkarbonat SiC (unter dem Handelsnamen 2Carborundum“ schon seit Jahrzehnten als Schleifmittel auf dem Markt), und zwar in um dessen hexagonale, sog. „6 H“Form. Die geschliffenen Steine können bis zu 2 Karat groß sein.
Die folgende Tabelle gibt einen Vergleich zwischen den Eigenschaften von Diamant und synthetischem Moissanit.
Moissanit Diamant Vergleich
Moissanit Diamant Vergleich
Synthetischer Moissanit ist im Gegensatz zum Diamant doppelbrechend, die Doppelbrechung ist bereits beim Betrachten mit der Lupe aufgrund der Kantenverdoppelung zu erkennen. Er hat ein niedrigeres spezifisches Gewicht als Diamant, allerdings kann dieser Test nur bei ungefassten Steinen ausgeführt werden.

Synthetischer Moissanit hat, wie aus der Tabelle zu ersehen ist, eine sehr hohe Dispersion, die die des Diamanten um mehr als das Doppelte übertrifft. Dem aufmerksamen Beobachter muss also auffallen, dass hier ein zu bunter Stein vorliegt.

Nicht alle Beobachter sind aufmerksam, und darin liegt die Gefahr. Der synthetische Moissanit hat ein hohe Wärmeleitfähigkeit und zeigt beim Untersuchen mit den einschlägigen Testgeräten das Ergebnis „Diamant“ an. Die Herstellerfirma C 3 Inc. Hat daher zusätzlich ein Testgerät zur Unterscheidung von Diamant und synthetischem Moissanit entwickelt, das C 3 Tester Modell 590.

Zwischen der chemischen Zusammensetzung und Atomstruktur von Diamant und synthetischem Moissanit gibt es enge Parallelen, aus denen sich auch die eher nahe beieinander liegenden optischen und physikalischen Eigenschaften erklären. Auf der Oberfläche von Kristallen aus synthetischem Moissanit wurden sogar kleine dreieckige Vertiefungen gefunden, die an die „Trigonen“ bei Diamant erinnern. Auch beim Betrachten dieses Merkmals wird also in Zukunft Vorsicht geboten sein.

Synthetischer Moissanit ist nicht absolut farblos, sondern ist leicht getönt, die Tönungen entsprechen in etwa den Stufen K, L, M und N der Farbskala für Diamanten.

Diamantkonfigurator 468x60

Hier noch eine kurze Erläuterung zum Namen Moissanit. Ferdinand Frédéric Henry Moissan (1852 -1907), ein französischer Wissenschaftler, der 1906 den Nobel-Preis erhielt, hat in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts Versuche zur Herstellung von synthetischem Diamant durchgeführt. Er arbeitete als Professor für anorganische Chemie an der Sarbonne, zuvor hatte er an der Ecole Supérior de Pharmacie unterrichtet. Aus dieser Zeit stammen seine Experimente zur Herstellung von synthetischem Diamant. Er ging von der Beobachtung aus, dass in dem Eisenmeteorit vom Canyon Diablo in Arizona winzige Diamanten enthalten sind. Obwohl er davon überzeugt war, mit seinen Experimenten synthetischen Diamant hergestellt zu haben, gilt es heute als bewiesen, dass die Synthese nicht gelungen war.

Als natürliches Mineral ist Moissanit selten. Er wurde in dem Eisenmeteorit vom Canyon Diablo in Arizona gefunden, in Böhmen und in Sibirien. Der Name „Moissanit“ wurde 1905 von George Frederic Kunz vorgeschlagen. Das neue Mineral war von Moissan zusammen mit winzigen Diamantkristallen in dem Meteorit vom Canyon Diablo entdeckt worden.

Es wird auch schon von Doubletten berichtet, deren Oberteil aus Diamant und deren Unterteil aus synthetischem Moissanit besteht.
Hamburg, den 7.8.1998 Gemmologisches Institut Hamburg.
Elisabeth Strack