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Edelsteine der Quarz-Gruppe

Die Bezeichnung Quarz stammt von einem slawischen Wort für „hart“.
Quarz ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Mineralien mit gleicher chemischer Zusammensetzung und sehr ähnlichen physikalischen Eigenschaften. Quarze bestehen aus Siliziumdioxid (Kieselsäure). Dennoch sind viele Eigenschaften einzelner Mitglieder der Quarzfamilie so verschieden wie ihre Farben und Formen. Sie reichen von der Widerstandsfähigkeit der Bergkristalle bis hin zu den sehr empfindlichen Edelopalen. Die Edelsteine der Quarz-Gruppe werden vielfach in der Goldschmiede zu Schmuck verarbeitet.
Man unterscheidet makrokristalline und mikrokristalline Quarze. Bei den makrokristallinen Quarzen sind die Kristalle mit bloßem Auge zu erkennen im Unterschied zu mikroskopisch kleinen Kristallen.
Makrokristalline Quarze:
Mikrokristalline Quarze:
Auch Opal gehört mit zu den Quarzen!
Kieselsäure kommt in der Natur in magmatischen Schmelzen ebenso vor wie in Gewässern oder im Erdreich. Viele Organismen wie etwa die Kieselschwämme, verschiedene Algen und anderes maritimes Plankton bilden wunderlich bizarre Gerüste und Skelettelemente aus diesem Baustoff. Überdies ist Kieselsäure auch im Kristallverbund der meisten anderen Mineralien enthalten.
Alle Quarze haben die Mohshärte von 6,5-7.

Edelstein der Quarzgruppe – Heliotrop

Heliotrop im Trommelschliff
Heliotrop im Trommelschliff

Ein weiterer Edelstein aus der Gruppe der Quarze, der weniger bekannt ist. Dieser Edelstein wird meistens als sogenannter Lagenstein für Herren- oder Siegelringe in einer Goldschmiede verarbeitet.

Die Bezeichnung Heliotrop kommt aus dem griechischen und bedeutet Sonnenwender, was heute nicht mehr nachvollziehbar ist.

Es handelt sich um eine undurchsichtige Varietät des Chalcedons in einer dunkelgrünen Farbe mit roten Punkten. Die roten Punkte bestehen aus Eisenoxid. Die grüne Farbe entsteht durch eingelagerte Hornblendennadeln. Die Farbe ist nicht immer lichtbeständig.

Bedeutende Lagerstätten befinden sich  in Indien. Weitere sind in Australien, Brasilien, China und USA. Neben der Verwendung als Lagen oder Tafelstein wird der Heliotop auch  für kunstgewerbliche Gegenstände verarbeitet.
Im Edel- und Schmucksteinhandel ist er oft unter der Bezeichnung Blutjaspis zu finden, obwohl es sich nicht um einen Jaspis handelt. Im Gegensatz zum Jaspis ist die Struktur  des Heliotrop radial aufgebaut, auch wenn diese durch kugelige Aggregate einen körnigen Aufbau vortäuscht.

Bei der englische Bezeichnung “bloodstone” ( wörtlich Blutstein)  handelt es sich nicht etwa um einen Blutstein, sondern um  einen Heliotrop. Der im Deutschen bekannte Blutstein ist immer nur der Hämatit.

Die Mohshärte des Heliotrop liegt bei 6,5-7.

Edelstein der Quarzgruppe – Chrysopras

Chrysopras -  ein weiterer Stein aus der großen Gruppe der Quarze .

Vor längerer Zeit hatte ich bereits etwas über die weit aus bekannteren Amethyste und Citrine geschrieben, die auch zu der Quarzgruppe gehören.

Der Chrysopras gilt unter den Chalcedonen ( mikrokristaline Quarze, bei denen die

Chrysopras Rohstein

Chrysopras Rohstein

Kristalle im Unterschied zu den makrokristalinen Quarzen, wie z. b. Bergkristall nicht mit bloßem Auge zu erkennen sind) als der wertvollste Stein. Die Bezeichnung stammt aus dem Griechischen und bedeutet Gold- Lauch.

Die typische grüne Farbe des Chrysopras wird durch Nickel verursacht. Diese Färbung wird in der Regel als „apfelgrün“ bezeichnet.

Der Chrysopras ist durchscheinend bis undurchsichtig und hat die Mohshärte 6,5-7.
Die bedeutendste Fundstätte war früher in Frankenstein (Zabkowice) in Oberschlesien/Polen. Diese Fundstätte war aber schon inm 14. Jahrhundert ausgebeutet. Heute ist der Stein in Australien, Braslilien, Indien, Kasachstan, Madagaskar, Russland, Simbabwe, Südafrika, Tansania und USA zu finden.
Verwendet wird der Chrysopras im Cabochon- Schliff und somit häufig für Halsketten oder auch für kunstgewerbliche Gegenstände. So wurde der Chrysopras als Dekorstein für Innenräume verwendet z.B im Schloß Sanssouci in Potsdam oder in der St. Wenzelskapelle im Veitsdom in Prag.
Die Farbe kann bei Sonnenlicht und durch Hitzeeinwirkung verblassen.Einen Ring mit Chrysopras aus meiner Goldschmiede habe ich bereits  gepostet.