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‚Pink Star‘ Diamant holt Rekordpreis bei Auktion Genf

Pink Star der neue Stern am Diamantenhimmel

Ein Diamant, der unter dem Name „Pink Star“ bekannt ist, hat bei einer Auktion in Genf einen Erlös von etwa 61 Millionen Euro erzielt. Es war der höchste Preis, der jemals für ein Edelstein auf einer Auktion gezahlt wurde, hat Sotheby gemeldet.
Das ovale „Pink Star“ Diamant erzielte $ 83.000.000 nach einem recht kurzen fünfminütigen Bieten bei einer Auktion in Genf am Mittwoch Abend, sagte der Sotheby.
Die lupenreine rosa Diamant mit einem Gewicht von 59,60 ct hat die Erwartungen weit übertroffen, nachdem er eine Pre-Sale Schätzung mit $ 60.000.000 angegeben wurde.
Die Auktion in einem Genfer Hotel, die in Schweizer Franken durchgeführt wurde, begann bei 48 Millionen Franken ($ 52.000.000) und arbeitete sich nach oben, Million um Million. Der endgültige Verkaufspreis lag 76.325.000 Schweizer Franken, oder $ 83.425.000, einschließlich Provisionen.
Bis zu 150 Personen im Saal applaudierten, als Auktionator Bennett den Hammer fielen ließ und die Titelmelodie aus dem Film die „Pink Panther“ zu hören war.
Der Mann, der das höchste Gebot gemacht hatte, kaufte den Edelstein im Auftrag einer anonymen Person.
Die Bearbeitung des Rohsteins dauerte zwei Jahre, bis ein facettiertes Juwel aus einem 132,5-Karat schweren Rohdiamanten entstand. Es wurde im Mai 2003 zum ersten Mal öffentlich als „Schliff Rosa“, bis er dann zum ersten Mal im Jahr 2007 privat verkauft wurde, und den Namen „The Pink Star“ erhielt.
Den bisherigen Rekord hielt der 24,78 Karat schwere „Graff Pink“ Diamant. Er wurde im Jahr 2010 für $ 46.200.000, einschließlich Provision bei einer Sotheby-Auktion versteigert.

Diamanten – Diamonds

Diamanten

Sie gelten heute als die Könige der Edelsteine. Inder waren die ersten, die Diamanten als Edelstein schätzen. Sie verehrten diesen Stein, weil sie annahmen, dass in ihm Kräfte verborgen waren. Auch die Kunst des Schleifens und Polierens von Diamant wurde in Indien entdeckt und weiterentwickelt. Heute sucht man  neben Indien in zahlreichen anderen Ländern  nach Diamanten. Besonders relevant ist mittlerweile Australien als einer der Hauptlieferanten. Diamanten gibt es aber noch an vielen anderen Orten der Erde, zum Beispiel in Südafrika, Namibia, Brasilien, Venezuela, Angola, Kongo, Ghana, Borneo und auch in Sibirien.

Diamanten Rohsteine
Diamanten                                    Rohsteine

Ein Diamant besteht aus einem Kohlenstoffgitter, welches in kubischer Raumstruktur angeordnet ist. Kohlenstoff ist eines der wichtigsten Elemente der Natur. So ist auch in fragilen pflanzlichem oder tierischem Gewebe Kohlenstoff wesentlich am Aufbau beteiligt. Um so erstaunlicher ist die enorme Härte von Diamant. Die Mohshärte (auch Ritzhärte) ist 10 und Diamanten sind somit 140 mal härter als Korund (Saphir, Rubin, auch Schmirgelpapier ist mit synth. Korund beschichtet). Seine bemwerkenswerte innere Struktur verdankt der Diamant sehr hohen Temperaturen und einem unglaublich hohen Druck, wie sie im oberen Teil des Erdmantels entstehen können. Magmatische Schmelzen können Diamanten mit hoher Geschwindigkeit an die Erdoberfläche transportieren, wo große Schlote, sogenannte „Pipes“ mit der verfestigten Lava gefüllt werden.

Das große Loch „Big Hole“

Bei der Förderung dieser harten Steine werden diese Schlotfüllungen abgetragen, und es entstehen riesige, trichterförmige Vertiefungen, wie etwa das bekannte „Big Hole“ in Südafrika. Das größte von Menschenhand geschaffene Erdloch. Derartige vulkanische Schlote werden von Geologen als Pipes bezeichnet.
In der Regel ist die Gewinnung von Diamanten sehr aufwendig und mühsam. Folglich findet man in  einer Tonne Muttergestein, dem Kimberlit,  meist nur sehr wenige Stein die schleifwürdig sind. Diejenigen,die minderwertig sind, werden als sogenannte Industriediamanten für technische Zwecke verwendet. Aus ihnen fertigt man Bohrköpfe oder Hartschnittsägeblätter. Sie dienen auch als Schleif- und Poliermittel.

Das Gewicht von Edelsteinen wird immer in Carat angegeben, wobei 1 Carat (ct) 0,2 Gramm entspricht.

Alle Diamanten sind unterschiedlich

Diamanten können sehr unterschiedliche Farben haben. Es gibt transparente, glasklare Steine, aber ebenso farbige Varietäten (fancy diamonds) bis hin zu tiefschwarzen Exemplaren. Diese unterschiedlichen Färbungen werden entweder durch eingelagerten Stickstoff oder durch Fehler in der Gitterstruktur verursacht. Vor allem die Reinheit spielt  eine wichtige Rolle in Bezug auf die Seltenheit und den Wert. Große lupenreine Steine sind am seltensten und somit entsprechen wertvoll.

Alle Diamanten sind unterschiedlich. Zwei Steine gleichen sich niemals. Deshalb untersuch und begutachtet man jeden Stein vorm Schleifen. Die einzelnen Verarbeitungsschritte bei der Bearbeitung eines Diamanten zum Brillantschliff habe ich bereits an anderer Stelle beschrieben.

Der Brillantschliff ist heute sicherlich die gängigste und beliebteste Schliffform. Die ideale Grundform für den Diamantschliff besitzen Rohsteine in Form eines Oktaeders. Diese Steine werden so geteilt, dass zwei Pyramiden entstehen. Bei dieser Grundform der Pyramide werden die Grundfläche und die Spitze mit verschiedenen Facetten versehen, bis der Brillantschliff entstanden ist. Auf der oberen Seite befinden sich beim Brillantvollschliff dann 33 und auf der unteren Seite 25 Facetten.

Es gibt verschiedene Variationen des Brillantschliffs. Ein perfekt geschliffenen Diamant weist als Brillant immer sehr präzise Proportionen auf. Ziel dieser Schliffform ist es, bei einem Minimum an Schleifverlust die Brechung des einfallenden Lichts so zu beeinflussen, dass es nach vollständiger Reflexion (Totalreflexion) wieder durch die Tafelfläche (oberste Fläche des Brillanten) austritt. Jeder Abweichung von den Idealproportionen vermindert den Glanz und die Brillanz des Diamanten. Man spricht dann von Lichtverlust.
Sind Schliff und Stein perfekt, so entsteht schließlich das faszinierende Farbenspiel und das Feuer, welches den Diamanten von den anderen Edelsteine abhebt.