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Roll-Ring mit Symbol

Roll-Ring mit Symbol

Ein Roll-Ring mit Symbol, der im Auftrag einen Kunden entstanden ist.

Der Kunde war auf der Suche nach einem ganz persönlichen Geschenk. Als er in meine Goldschmiede kam, stand in nicht all zu ferner Zukunft die Geburt eines zweiten Kindes an, wie er mir sagte. Zu diesem Anlass benötigte er einen Geschenk in Form eines Ringes, einen mit einem ganz persönlichen Bezug.

Keine ganz leichte Aufgabe, da der Ring zudem sehr schlicht bleiben sollte. Ein

Rollring mit Zahl 4, Sillber
Rollring mit Zahl 4, Sillber

Ring mit Monogramm oder dergleichen schied folglich von vornherein absolut aus. Ich sagte dem Kunden, dass ich erst einmal ein wenig darüber nachdenken müsste, und dass es gut wäre, wenn er mir vorab einen Ring bringen könnte, der als Muster für die Ringgröße herhalten könnte. So hatte ich ein wenig Zeit mir eine Lösung einfallen lassen zu können.

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Nach, ich glaube, zwei Tagen ist der Kunde wieder in meiner Goldschmiede in Osnabrück erschienen. Er hatte heimlich einen Ring von seiner Frau dabei, von dem ich zunächst die Größe gemessen habe. Dieses wichtige Mass habe ich erst einmal notiert. Es ist selbstverständlich sehr viel schöner, einen Ring zu verschenken, der auch passt, oder zumindest annähernd die richtige Größe besitzt.

Die beiden Tage hatten auch ausgereicht, damit ich mir ein paar Gedanken über die Gestaltung des Ringes machen konnte.

Ich habe den Kunden gefragt, wie viele Personen zur Familie gehören, bzw. nach der anstehenden Geburt gehören werden. Er sagte, dass es dann vier Familienmitglieder geben wird. Daraufhin fragte ich, ob nicht diese Zahl ein persönliches Symbol sein könne und zeichnete eine Vier auf, die aus zwei Dreiecken gebildet werden könnte und somit nicht sofort zu erkennen wäre. Zu meiner Freude kam diese Idee schon mal gut an.

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Aber wie sollte dieses Symbol nun in einen Ring integriert werden?

Um das zu veranschaulichen habe ich ich einen meiner Rollringe vorgeführt und beschrieben, wie ich mir das vorstellte. Der innen liegende Ring bekam die gleiche Form, wie all die anderen Rollringe, die ich schon angefertigt hatte. Hier war es jetzt aber nötig, dem äußeren Ring eine Breite zu geben, die soviel Platz gibt, dass darauf die symbolisierte Vier gelötet werden kann. Da der gesamte Rollring, dem Kunden nach, nicht zu breit werden sollte, einigten wir uns auf 8 mm Gesamtbreite und auf 4 mm für den Aussenring. Damit war genug Platz die beiden Dreiecke erkennbar zu integrieren. Wir sprachen noch die unterschiedlichen Strukturen der Oberflächen ab und schon war, zumindest gedanklich, der Roll-Ring mit Symbol fertig.

Der Rest lag jetzt bei mir. Der Kunde hat sich zwischendurch einmal den entstehenden Roll-Ring mit Symbol angesehen, bevor ich den äußeren Ring, der ja beweglich herumgleiten kann, zugelötet habe. Am darauf folgenden konnte er den Ring abholen.

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Wer die Vier nicht erkennen kann, sollte einen Handstand machen ! Ich denke dann wird es klarer.

Olympische Medaillen London 2012

Olympische Medaillen London 2012

Für die Olympischen Spiele werden alle vier Jahre neue Medaillen geprägt, nach denen die Sportler streben. Alle olympischen Spiele haben ihre eigenen Medaillen. Doch bis dahin ist es oft ein weiter Weg und alle Medaillen erzählen ihre eigenen Geschichten.

Für die Londoner Medaillen wurde ein unabhängiges Gremium unter dem Vorsitz von Sir John Sauerampfer gegründet, um sich mit den Entwürfen von über 100 Künstlern zu befassen. Das Londoner Organisationskomitee unter dem Vorsitz von Jonathan Edwards und die British Olympic Association (BOA) wurden ebenfalls während des gesamten Prozesses beteiligt. Für die Medaillen in London (Olympische Spiele) hat letztlich David Watkins, ein Künstler aus dem Bereich der dekorativen Kunst, die Ausschreibung des Organisationskomitees gewonnen.
Olympische Medaillen London 2012
Olympische Medaillen London 2012
Die Medaillen der Paralympischen Spiele wurden durch den Schmuckdesigner und Dozent in Schmuck-Design am Central Saint Martins College of Art and Design, Lin Cheung konzipiert.

 

Produziert werden die Medaillen in der Royal Mint in Süd- Wales von einem ausgewählten Team von Designern, Technikern und Handwerkern, die sich mit der Verfeinerung und Optimierung der Prägung beschäftigt haben, damit sichergestellt ist, dass jede Medaille höchsten Ansprüchen gerecht wird. Sie produzierten rund 4700 Medaillen (für 805 Siegerehrungen), die an den unterschiedlichsten Veranstaltungsorten in ganz Großbritannien während der Olympischen und Paralympischen Spiele vergeben werden.
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Die Medaillen wurden in einer speziellen Presse mit sehr hohem Druck hergestellt. Sie wurden zuvor auf 750°C erhitzt, damit die Prägung den Entwurf optimal wiedergibt. Selbst die Erze für die Legierungen wurden von zuvor bestimmten Minen geliefert. Dieses gewährleistet, dass alle Medaillen die gleiche Zusammensetzung besitzen. Nur das Zinn zum Legieren der Bronzemedaillen stammte aus Großbritannien. Aus einer Mine in Cornwell.

 

Die Fakten der Olympische Medaillen London 2012

Die Londoner Medaillen wiegen 375- 400 g (je nach Legierung). Sie haben einen Durchmesser von 85 mm und sind 7 mm dick.
  • Die Goldmedaille besteht aus 925/- er Silber und ist mit mindestens 6 g Gold vergoldet.
  • Die Silbermedaille setzt sich zusammen aus 92,5% Silber und einem Zusatz an Kupfer
  • Die Bronzemedaille setzt sich zusammen aus 97,0% Kupfer, 2,5% Zink und 0,5% Zinn.

 

Die Vorderseite stellt, wie bei allen Olympische Sommerspielen, die griechische Göttin des Sieges Nike dar, wie sie aus dem Pantheon heraustritt. Sie ist Sinnbild für Tradition und den Geist der Olympischen Spiele.
Die Medaillen verfügen über mehrere symbolische Elemente.
  • Die kreisrunde Form steht für die Welt. Nicht immer waren die olympischen Medaillen kreisrund.
  • Der gekrümmte Hintergrund impliziert eine Schüssel und ähnelt einem Amphitheater.
  • Der Gesamteindruck der Medaillen hat eine architektonischen Ausdruck und soll als Metapher für die moderne Stadt stehen.
  • Das rasterartige Geflecht legt nahe, sowohl an einem Strang zu ziehen, als auch ein Sinnbild für die Energie der sportlichen Bemühungen zu sein.
  • Das flatternde, barocke Band im Hintergrund ist eine Symbol für London. Es ist so gestaltet, wie der Flusslauf der Themse in London. Es soll weiterhin ein Gefühl der Feierlichkeiten vermitteln.
Watkins sagte bei der Präsentation seines Entwurfs sinngemäß: „Es ist aufregend, daran zu denken, dass die besten Athleten der Welt im nächsten Sommer meinen Medaillen-Entwurf tragen werden“. Wer fände es nicht aufregend, ein derartiges „Schmuckstück“ kreiert zu haben?