Olympische Medaillen London 2012

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Olympische Medaillen London 2012

Für die Olympischen Spiele werden alle vier Jahre neue Medaillen geprägt, nach denen die Sportler streben. Alle olympischen Spiele haben ihre eigenen Medaillen. Doch bis dahin ist es oft ein weiter Weg und alle Medaillen erzählen ihre eigenen Geschichten.

Für die Londoner Medaillen wurde ein unabhängiges Gremium unter dem Vorsitz von Sir John Sauerampfer gegründet, um sich mit den Entwürfen von über 100 Künstlern zu befassen. Das Londoner Organisationskomitee unter dem Vorsitz von Jonathan Edwards und die British Olympic Association (BOA) wurden ebenfalls während des gesamten Prozesses beteiligt. Für die Medaillen in London (Olympische Spiele) hat letztlich David Watkins, ein Künstler aus dem Bereich der dekorativen Kunst, die Ausschreibung des Organisationskomitees gewonnen.
Olympische Medaillen London 2012
Olympische Medaillen London 2012
Die Medaillen der Paralympischen Spiele wurden durch den Schmuckdesigner und Dozent in Schmuck-Design am Central Saint Martins College of Art and Design, Lin Cheung konzipiert.

 

Produziert werden die Medaillen in der Royal Mint in Süd- Wales von einem ausgewählten Team von Designern, Technikern und Handwerkern, die sich mit der Verfeinerung und Optimierung der Prägung beschäftigt haben, damit sichergestellt ist, dass jede Medaille höchsten Ansprüchen gerecht wird. Sie produzierten rund 4700 Medaillen (für 805 Siegerehrungen), die an den unterschiedlichsten Veranstaltungsorten in ganz Großbritannien während der Olympischen und Paralympischen Spiele vergeben werden.

 

Die Medaillen wurden in einer speziellen Presse mit sehr hohem Druck hergestellt. Sie wurden zuvor auf 750°C erhitzt, damit die Prägung den Entwurf optimal wiedergibt. Selbst die Erze für die Legierungen wurden von zuvor bestimmten Minen geliefert. Dieses gewährleistet, dass alle Medaillen die gleiche Zusammensetzung besitzen. Nur das Zinn zum Legieren der Bronzemedaillen stammte aus Großbritannien. Aus einer Mine in Cornwell.

 

Die Fakten der Olympische Medaillen London 2012

Die Londoner Medaillen wiegen 375- 400 g (je nach Legierung). Sie haben einen Durchmesser von 85 mm und sind 7 mm dick.
  • Die Goldmedaille besteht aus 925/- er Silber und ist mit mindestens 6 g Gold vergoldet.
  • Die Silbermedaille setzt sich zusammen aus 92,5% Silber und einem Zusatz an Kupfer
  • Die Bronzemedaille setzt sich zusammen aus 97,0% Kupfer, 2,5% Zink und 0,5% Zinn.

 

Die Vorderseite stellt, wie bei allen Olympische Sommerspielen, die griechische Göttin des Sieges Nike dar, wie sie aus dem Pantheon heraustritt. Sie ist Sinnbild für Tradition und den Geist der Olympischen Spiele.
Die Medaillen verfügen über mehrere symbolische Elemente.
  • Die kreisrunde Form steht für die Welt. Nicht immer waren die olympischen Medaillen kreisrund.
  • Der gekrümmte Hintergrund impliziert eine Schüssel und ähnelt einem Amphitheater.
  • Der Gesamteindruck der Medaillen hat eine architektonischen Ausdruck und soll als Metapher für die moderne Stadt stehen.
  • Das rasterartige Geflecht legt nahe, sowohl an einem Strang zu ziehen, als auch ein Sinnbild für die Energie der sportlichen Bemühungen zu sein.
  • Das flatternde, barocke Band im Hintergrund ist eine Symbol für London. Es ist so gestaltet, wie der Flusslauf der Themse in London. Es soll weiterhin ein Gefühl der Feierlichkeiten vermitteln.
Watkins sagte bei der Präsentation seines Entwurfs sinngemäß: „Es ist aufregend, daran zu denken, dass die besten Athleten der Welt im nächsten Sommer meinen Medaillen-Entwurf tragen werden“. Wer fände es nicht aufregend, ein derartiges „Schmuckstück“ kreiert zu haben?
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