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Kristallsysteme – Crystal Systems

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In der Kristallographie, der Wissenschaft der Kristalle, werden die Kristalle in 7 Kristallsysteme eingeordnet.

Die Unterschiede der Kristallsysteme liegen in der Anordnung der Achsen und den Winkeln, in denen sich die Achsen schneiden.

  • Kubisches Sytem (reguläres System): Alle drei Achsen habe die gleiche Länge und stehen im rechten Winkel zueinander. Man findet sie z.B. im Würfel, Oktaeder.
  • Tetragonales System: Die drei Achsen stehen senkrecht zueinander, zwei liegen in einer Ebene und sind gleich lang. Die dritte Achse ist länger oder kürzer und ist die Hauptachse. Die typischen Kristallformen sind Pyramiden, Trapezoeder, vierseitige Prismen und achtseitige Pyramiden, sowie Doppelpyramiden.
  • Hexagonales System: Besteht aus vier Achsen, wobei drei in einer Ebene liegen und gleich lang sind. Sie schneiden sich in Winkeln von 120°. Die vierte, ungleichwertige Achse steht senkrecht dazu. Die typischen Kristallformen sind: Doppelpyramiden, zwölfseitige Pyramiden, sowie sechseitige Prismen und Pyramiden.
  • Trigonales System (Rhomboedrisches System): hier liegen drei von vier Achsen in einer Ebene, sind von gleicher Länge und schneiden sich in einem Winkel von 120°. Die vierte, ungleichwertige Achse steht senkrecht dazu. Kristallformen sind dreiseitige Prismen und Pyramiden, Rhomboeder und Skalenoeder.
  • Orthorhombisches System (Rhombisches System): Drei unterschiedelich lange Achsen stehen im rechten Winkel zueinander. Kristallformen sind Basispinakoide, rhombische Prismen und Pyramiden, sowie rhombische Doppelpyramiden.
  • Monoklines System: Von drei unterschiedlich langen Achsen stehen zwei senkrecht zueinander. Die dritte Achse liegt schief dazu. Hierzu gehören Prismen mit geneigten Endflächen und Basispinakoide.
  • Triklines System: Alle drei Achsen sind unterschiedlich bezüglich der Länge und gegeneinander geneigt. Dies tritt bei Flächenpaaren auf.
Kristallsystem - Kristallsysteme
Kristallsystem – Kristallsysteme

Das Hexagonale System und das Trigonale System fasst man gelegentlich auch als hexagonal zusammen. Der Unterschied liegt in den Elementen der Symmetrie. Beim hexagonalen System ist der Querschnitt der prismatischen Grundfläche sechseckig, beim trigonalen System dreieckig.

Ich finde es schon recht bemerkenswert, wie unterschiedlich verschieden Kristalle wachsen können.