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Färben von Achat

Das Färben von Achat

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, sind die Achate aus südamerikanischren Lagerstätten meist grau und lassen keine Zeichnung erkennen. Daher ist bei diesen Steinen das Färben von Achat oft erforderlich.  In Südamerika befinden sich zwar heute die wichtigsten Lagerstätten von Achat, aber die Qualität ist so, dass der Achat gefärbt werden muss um lebhafte Strukturen zu bekommen.

 

Färben von Achat- Farbstufen
Färben von Achat – Farbstufen

Gefärbte Achate sind mit blossem Auge nicht als solche zu erkennen, es sei denn, der Achat bekommt durch´s Färben eine Farbe, die in der Natur nicht vorkommt. Zur Vollendung des Färbens haben es die Achat- und Farbsteinschleifereien in Idar-Obersein gebracht. Hier findet das Färben seit den 20er Jahren des 18.Jh statt. Die Einzelheiten des Färbens sind das Geheimnis der verschiedenen Firmen. Sie werden entsprechend gehütet. Bekannt ist aber die allgemeine Abwicklung des Färbens. Es werden gewöhnlich anorganische Farben verwendet, weil diese lichtecht sind und im Unterschied zu organischen Farben eine größere Intensität besitzen.

Reglementiert wurde das Färben von Achat in den Vorschriften der CIBJO. Hiernach brauchen „gebänderte Achate, die durch Hitzebehandlung und durch die Einwirkung von Säure oder Beize eine permanente und irreversible Farbumwandlung erfahren haben“ nicht als behandelt gekennzeichnet werden.

 

Die Möglichkeit Achat zu färben ist unterschiedlich und hängt von der Porosität, dem Wassergehalt und dem Opalgehalt ab. Die dichten weißen Bänder lassen sich kaum färben. Diese dichten Achatschichten werden als hart bezeichnet. Die Schichten die sich gut färben lassen sind die sogenannten weichen Lagen. Bevor der Achat gefärbt werden kann werden sie in warmer Säure oder Lauge gereinigt und in ihre Form geschnitten. Oft werden sie auch geschliffen und poliert.

Färben von Achat – die möglichen Farbvarianten im einzelnen:

Rotdurch Eisenoxid – der Achat wird in Eisennitratlösung eingelegt und stark erhitzt. Durch unterschiedliche Abläufeerreicht man verschiedene Rottöne. Es lassen sich auch nur durch Brennen Rotfärbungen erzielen.
Gelbdurch Eisenchlorid – zunächst wird der Achat mit Salzsäure getränkt, danach leicht erwärmt. Es wird ein zitronengelber Farbton erreicht.
BraunBehandlung mit einer Zuckerlösung und erhitzen.
Grünfarbgebende Substanz ist Eisen – einlegen des Achats in eine Chromsalzlösung und anschließendes Erhitzen.
BlauFarbgebende Substanz Eisen – der Achat wird erst in eine gesättigte Lösung aus Kaliumferrocyanid (giftig) gelegt. Anschließendes Kochen in wasserhaltigem Eisensulfat (Eisenvitrol) gibt ein Berliner Blau
Schwarzdurch Kohlenstoff – einlegen in konzentrierter Zuckerlösung oder sogar Honig. Anschließend mit erwärmter Schwefelsäure behandeln.

 

Angemerkt sei hier noch, dass die meisten im Handel vorkommenden durchgehend schwarz-gefärbten Achate als Onyx gehandelt werden!

Achat

Der Achat

Der Name Achat ist von einem Fluss in Sizilien, dem Achates abgeleitet.

Der Achat gehört mit zu der Gruppe der Quarze. Seine Mohshärte beträgt 6,5-7. Wie alle Quarze besteht auch dieser aus Siliziumdioxid.
Achat-Druse
Achat-Druse
Achat ist ein konzentrisch schaliger , gestreifter Chalcedon, der durchaus von Opalsubstanz durchzogen sein kann. Diese Farbbänder sind verschiedenfarbig oder eintönig. Die in Deutschland gefundenen Steine waren rosa, rot und bräunlich mit grauen Zwischenlagen.
Diejenigen, die in Südamerika gefördert werden sind meist grau und ohne auffällige Zeichnung. Dennoch sind hier heute die wichtigsten Fördergebiete (Uruguay, Brasilien). Diese gräulichen Varietätäen können chemisch behandelt werden und werden so in der Regel nachgefärbt.

Achat kann einfach gefärbt werden

Schon die Römer kannten Techniken des  Achatfärbens.
Amethystdruse
Amethystdruse

Man findet diese Edelsein als mandelförmge oder kugelige Einlagerungen in sogenannten Geoden. Dies sind teilweise oder ganz gefüllte Hohlräume. Sie können eine Größe von wenigen Millimetern bis zu mehreren Metern Umfang haben. Die streifigen Muster entstehen durch rhythmische Kristallisation. Der genaue Ablauf ist aber umstritten. Die einzelnen Achatbänder sind unterschiedlich dick. Ihrer Stärke behalten sie aber in der Regel in der gesamten Geode bei.

Wird das Innere der Geode nicht vollständig mit Achatmasse gefüllt so können sich im entstandenen Hohlraum Kristalle bilden. Dies sind meist Bergkristall, Amethyst oder Rauchquarz.