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Armreif wurde verbreitert

Armreif wurde verbreitert und so auch stabiler

Dieser Armreif wurde verbreitert, weil der ursprüngliche, bereits vorhandene Armreif sehr schmal und dünn war. Er war bereits an zwei Stellen gebrochen, weil er weggeknickt war. Diese beiden Stellen wurden aber vor längerer Zeit schon verstärkt.

Der Armreif sollte aber auf jeden Fall erhalten bleiben, da er einen

Armreif zum Verbreitern
Armreif zum Verbreitern

hohen ideellen Wert für den Träger darstellt. Er stammte von einem verstorbenen Freund. Zunächst hatte der Kunde nur über eine Stabilisierung des Armreifs nachgedacht, indem von innen ein Streifen eines Silberblechs eingelötet werden sollte.

Mein Vorschlag, den gesamten Armreif zu verbreitern und ihm dadurch insgesamt noch mehr Stabilität für die Zukunft zu geben, stieß aber durchaus auf Zustimmung. Da der vorhandene Armreif nur 8 mm breit war, erschien dem Kunden diese Möglichkeit sehr interessant. Ein deutlich breiterer Armreif würde besser zu ihm passen. Auch ich finde einen breiten Armreif passender zu einem Mann, besonders dann, wenn er deutlich über 190 cm groß ist. Ein Reif mit einer Breite von 8 mm sieht eher etwas seltsam aus.

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Der neue Armreif sollte stabiler und breiter sein

Wir waren uns also einig, dass der Armreif nicht nur von innen stabiler werden sollte, sondern auch in der Breite zulegen soll. Wir peilt eine Breite von 20 mm an.

Jetzt musste noch die Form der Umsetzung gelöst werden. Doch dafür hatte ich auch schnell eine Idee. Da die zusätzliche Breite zu dem alten Armreif jetzt ja um 12 mm ergänzt werden sollte, dachte

Armreif wurde verbreitert
Armreif wurde verbreitert

ich gleich an eine asymmetrische Ergänzung, eine Verbreiterung um 4 mm auf der einen Seite und eine um 8 mm auf der gegenüberliegenden Seite des zu erhaltenden Armreifs. Der Vorteil dieser Ergänzung: der Armreif wurde verbreitert, ohne die ursprüngliche Form in irgendeiner Form zu verändern. Das gefiel dem Kunden auch. Es war ihm schon sehr wichtig, dass der Armreif, der ihn  an seinen Freund erinnert, im Wesen erhalten bleibt.

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Ich habe also ein stabiles Blech aus Silber in 20 mm Breite als Unterlage unter dem geerbten Armreif angepasst und auf der einen Seite eine halbrunde Ergänzung mit einer Breite von 4 mm hinzugefügt. Die gegenüberliegende Seite habe ich in einer Breite von 8 mm ebenso ergänzt.

Fazit:

Der vorhandene Armreif wurde verbreitert, stabiler, im Aussehen neu gestaltet und dennoch komplett erhalten.

Gabel-Armreif

Gabel-Armreif

Dieser Gabel-Armreif ist schon vor langer Zeit entstanden und dient als Anschauungsstück, da es in meiner Goldschmiede immer wieder mal vorkommt, dass ich Nachfragen nach Besteckschmuck erhalte; sowohl vor Ort in meiner Goldschmiede in Osnabrück, aber auch über das Internet, und da erfreulicherweise nicht nur aus Deutschland.

Es handelte sich bei dieser Gabel um ein recht großes Stück mit dem sogenannte

Gabel-Armreif
Gabel-Armreif

„Dresdner Barock“ Muster. Sie besteht aus 800/-er Silber. Das bedeutet, dass es sich hierbei um ein Gabel handelt, die durchlegiert ist, sie besteht tatsächlich aus 80 % Silber. Ist das Besteck hingegen mit einem 80/- er, 90/- er oder 100/- er Stempel versehen, nehme ich bewusst Abstand von Umarbeitung und kann dies auch nicht empfehlen. Derartige Besteckteile sind nur versilbert und je nach Alter kann die Versilberung auch stellenweise schon abgerieben sein. Die Versilberung kann aber auch schon durch erforderliche Biegearbeiten abplatzen und beschädigt werden. Werden an einer derartigen Gabel, wie in meinem Muster, zudem noch Lötarbeiten durchgeführt, leidet eine Versilberung noch zusätzlich. Deshalb wird von mir nur durchlegiertes Besteck zu Schmuck verwandelt.

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Große Gabeln sind von Vorteil

Große Gabeln, wie die des erwähnten „Dresdner Barock“, haben den wesentlichen Vorteil, dass sie genügend Länge besitzen um daraus einen Reif fertigen zu können, durch den auch die Hand passt.

Aber auch kleinere (kürzere) Gabeln kann ich zu einem Gabel-Armreif umarbeiten, aber eben nur, wenn sie aus 800/- er Silber bestehen. Wer eine sehr schöne Gabel besitzt, die als Armreif dienen soll, braucht darauf nicht verzichten. Der Stiel kann grundsätzlich durch ein entsprechendes Silberstück auf das erforderliche Mass verlängert werden. Davon ist in der Regel im Nachhinein auch nichts zu sehen; es sei denn der ganze Stiel hat ein sehr spezielles Muster, das nur schwer zu ergänzen ist. Eine Verlängerung ist dann aber eigentlich nur für denjenigen zu erkennen, dem Der Reif gehört. Da ja alles ordentlich angepasst und poliert wird, fällt es eigentlich nicht auf.

Das Design von diesem Gabel-Armreif dient nur zur Veranschaulichung dessen, was möglich ist. Wer eigene Ideen hat oder eine andere Optik wünscht, den berate ich gern in meiner Goldschmiede in Osnabrück, aber auch per e-mail. Dazu bitte das Formular unter dem Reiter „Kontakt“ verwenden.

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