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Lagerstätten von Edelsteinen

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Lagerstätten von Edelsteinen

Die Lagerstätten von Edelsteinen unterscheiden sich durch ihren unterschiedlichen Abbau.

Primäre Lagerstätten der Edelsteinen:

Hier erfolgt der Abbau der Edelsteine dort, wo sie entstanden sind. Dies geschieht häufig im Bergbau unter Tage aber auch im Tagebau, oft unter erschwerten Bedingungen (Sprengungen). Es besteht immer die Gefahr, daß die Edelsteine bei dieser Form beschädigt werden.

Sekundäre Lagerstätten der Edelsteine:

Edelsteine werden mit Verwitterungsmaterial vom Ort ihrer Entstehung weg transportiert und dann abgelagert, wenn die Transportkraft des Wassers nachlässt (d.h. die Strömungkraft des Wassers sinkt). Die so entstehenden sekundären Lagerstätten finden sich in Flussbetten oder in Flussterrassen. Die Edelsteine sind entweder locker in dem Verwitterungsmaterial eingebettet oder sie sind in den neu entstandenen Sedimentgesteinen eingeschlossen. Der Abbau erfolgt im Tagebau und ist meistens relativ leicht durchzuführen.
Weitere Bezeichnungen für sekundäre Stätten sind: Seifenlagerstätten, alluviale Seifen oder Alluviallagerstätten.
Durch Verwitterung können aus den sekundären  auch wieder tertiäre Lagerstätten entstehen, usw.
Buchtipp zu Lagerstätten von Edelsteinen
Buchtipp zum Thema: Lagerstätten von Edelsteinen

Entstehung von Edelsteinen und Edelsteinlagerstätten

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Entstehung von Edelsteinen

Die Entstehung von Edelsteinen lässt sich in drei Zyklen einteilen, die vielleicht nicht nur die Goldschmiede und Gemmologen interessieren:

Magmatischer Zyklus

Schmelzflüsse (Magmen und Laven) erstarren. Der Ablauf geht über verschiedene Phasen hinweg:
– Magmatische Phase. Flüssige Magmamassen kristallisieren aus. Es entstehen die so genannten Tiefengesteine oder (wenn die Magmamassen als Lava an die Erdoberfläche gelangen) auch Oberflächengesteine.
– Pegmatitisch- pneumatolytische Phase. Die Restschmelze ist mit leicht flüchtigen Bestandteilen angereichert und kristallisiert in Form von Ganggesteinen aus. Die leicht flüchtigen Bestandteile schaffen ideale Bildungsbedingungen für seltene Mineralien und Edelsteine.

– Hydrothermale Phase. Heiße wässerige Lösungen kristallisieren in Form  von Ganggesteinen aus.

Sedimentärer Zyklus

Bereits vorhandenen Mineralien und Gesteine verwittern im Kontakt mit der Atmosphäre

Entstehung von Edelsteinen - Zyklus
Entstehung von Edelsteinen

und Oberflächenwassern. Dabei können neue Mineralien entstehen. Verwitterungsbildungen gibt es auch unter den Edelsteinen (z.B. Malachit,Türkis). Der verwitterungsschutt wird meistens vom Wasser weg transportiert und an anderer Stelle abgelagert. Aus dem Verwitterungsschutt können aus Verfestigung wieder neue Gesteine entstehen (Sedimentgesteine). Edelsteine werden im Allgemeinen (ausgenommen die Verwitterungsbildungen) durch Verwitterung nicht angegriffen.

Metamorpher Zyklus

durch Einwirkung von Druck und Temperatur können bereits bestehende Mineralien und Gesteine verändert werden, oder es kann zur Entstehung von neuen Mineralien und Gesteinen kommen. Man spricht von Kontaktmetamorphose, wenn heiße magmatische Schmelzen mit bereits erkalteten Nebengesteinen zusammenstoßen, die dabei teilweise wieder aufgelöst werden. Es entstehen Ganggesteine, die häufig durch das zufällige und günstige Zusammentreffen bestimmter Elemente edelsteinhaltig sind.