Malachit – Malachite

Der Malachit

Malachit ist ein sehr weicher Edelstein. Er besitzt nur die Mohshärte von 3,5-4. Dieses könnte diesem Edelstein seinen Namen gegeben haben. „Malakos“ bedeutet im Griechischen weich. Aber auch seine grüne Farbe (gr.: „malache“ – Malve) könnte zum seinem Namen geführt haben.

Vor allem wegen seiner geringen Härte sollte man Schmuck mit diesem Edelstein recht vorsichtig behandeln.

Malachit -cabochon
als Cabochon
Dieser Edelstein besteht aus einer Bänderung mit hellen und dunklen Lagen mit konzentrischen Ringen , gradlinigen Streifen oder irgendwelchen figürlichen Bildern, bedingt durch einen schaligen Aufbau. Große einfarbige Stücke sind sehr selten. Nur in dünnsten Schichten ist dieser Edelstein durchscheinend, ansonsten ist er undurchsichtig. Die Farbe ist durch Kupfer in Form von basischem Kupfer-Carbonat entstanden.
Grundsätzlich ist Malachit sehr empfindlich gegen Hitze. Schon mäßige Erwärmung kann diesem Edelstein schaden. Aus diesem Grund sollte der Stein vor langer heißer Sonnenbestrahlung bewahrt bleiben. Zudem schaden Säuren, Ammoniak (Reinigungsmittel) oder heiße Bäder  dem Stein.
Malachit kommt in rundlichen Knollen, die traubenförmig, zapfenförmig oder stalaktisch sein können. Entstanden ist er aus kupferhaltigen Lösungen auf Kupfererz- Lagerstätten oder auch in deren Nähe. Früher waren die bekanntesten Lagerstätten bei Swerdlowsk (Jekaterinburg) im Ural. Blöcke bis zu 20 Tonnen lieferten die Brüche, in denen dieser Stein abgebaut wurde. Daher gewannen russischen Zaren den Stein hier zur Ausgestaltung ihrer Schlösser für Wandvertäfelungen und Einlegearbeiten.
 
Heute ist Sambia Shaba (Katanga) in Zaire (heute:  Dem. Rep. Kongo)der bedeutendste M.- Produzent. Weitere Vorkommen gibt es auch  in Australien, Chile, Namibia, Simbabwe und den USA.
Malachit war schon bei den Ägyptern, den Griechen und Römern als Schmuckstein beliebt. Zermahlen zu feinem Pulver diente er sogar als Schminke für die Augen.

 Verwendung

Trotz seine geringen Härte und seiner Empfindlichkeit ist M. ein gefragter Schmuckstein und dient auch zur Dekoration. Verwendung findet er in einer Goldschmiede meist im Cabochon- Schliff, als leicht gewölbter Tafelstein für Siegelringe und für Halsketten. Außerdem ist er für kunstgewerbliche Gegenstände, wie Platten, Aschenbecher, Dosen oder Skulpturen sehr begehrt. Der Edelsteinschleifer muss dabei die natürliche Streifung des Malachits möglichst dekorativ zum Ausdruck bringen. Besonders augenartig konzentrische Ringe sind beliebt (Malachit- Pfauenauge genannt). Wenn der Malachit wegen seiner geringen Härte verkratzt oder matt wird, kann die Oberfläche mit einem speziellen Kunstharz gehärtet werden, was bei kunstgewerblichen Gegenständen natürlich von Vorteil sein kann.

Azurit-Malachit als Donut
Azurit-Malachit als Donut

Verwachsungen mit Türkis sind möglich. Ebenso mit Azurit. Diese Verwachsungen werden dann als Azurit-Malachit bezeichnet.

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