Edelstein Türkis – Turkey stone

Share

Türkis – Edelstein

Der Name Türkis geht zurück auf einen Handelsweg, der früher durch die Türkei führte. Türkis bedeutet ursprünglich „türkischer Stein“. Die Bezeichnung Kallait (gr.: „schöner Stein“) für den Edelstein ist heute kaum noch bekannt. Meist wird der Türkis von schwarzen, braunen oder dunkelgrauen Adern durchzogen, die durch andere Mineralien oder von Nebengestein verursacht werden. Diese Steinen werden als Türkis- Matrix oder Matrix-Türkis bezeichnet. Es gibt auch Verwachsungen mit Malachit oder Chrysokoll.

 

Rein blaue Steine sind eher selten. Durch Erhitzung bei ca. 250°C

Türkis im Cabochon Schliff
Türkis im Cabochon Schliff

schlägt diese himmelblaue Farbe in ein unansehnliches Grün um; deshalb ist beim Polieren Vorsicht geboten. Ebenso können andere Faktoren zu einer Farbverschlechterung führen. Hierzu zählen Öle und Kosmetika, Haushaltsreiniger, aber auch der Einfluss des Lichts oder Körperschweiß. Diese Faktoren können zur Austrocknung der natürlichen Feuchtigkeit führen und die Farbe verändern. Deshalb sollten zum Beispiel Ringe beim Händewaschen abgelegt werden. Menschen, deren Körperschweiß einen recht hohen Säuregehalt enthält, werden immer wieder feststellen, dass ihr Türkis- Schmuck leidet.

Der Edelstein hat eine Mohshärte von 5-6. Er besteht aus kupferhaltigem Aluminium-Phosphat. Er wurde schon vor 6000 Jahren im Sinai/Ägypten abgebaut. Diese fundstätten sind aber heute nur noch historisch von Bedeutung. Heute befinden sich die Lagerstätten mit den besten Qualitäten im Iran bei Nishapur. Andere Fundstätten sind in Afghanistan, Argentinien, Australien, Brasilien, China, Israel, Mexiko, Tansania und den USA. Hier kommen die Steine in dichten Massen als Spaltfüllungen oder als Knollen vor. Sogenannte Tükisbänder können durchaus eine Stärke von 20 mm haben.

 

Verwendung der Edelsteine

Verwendung findet er in der Regel als Cabochon. Für Halsketten oder Armbänder werden die Edelsteine oft in einer recht willkürlichen Form poliert. Es gibt auch kunstgewerbliche Gegenstände.
Auf Grund seiner großen Porösität werden Türkise oft mit Kunstharz getränkt und somit gleichzeitig seine Oberfläche gehärtet. Auch wird seine Farbintensität durch verschiedene Chemikalien verbessert. Hierzu verwendet man Paraffin, Berliner Blau, Anilinfarben oder Kupfersalze.

 

Neolith – Gut nachgebildete Imitation mit dunkler Matrix
Wiener Türkise – ebenso ein Imitation
Print Friendly, PDF & Email

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.