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Silberring mit Brillant Cognac-Farbe

Silberring mit Brillant Cognac-Farbe

Hier ein Silberring mit Brillant Cognac-Farbe – endlich mal wieder ein Schmuckstück aus meiner Goldschmiede. Diesen Ring hatte ich schon vor längerer Zeit als Idee auf Papier gebracht. Der Stein war einige Zeit vorhanden und sollte nun endlich verarbeitet werden.

Silberring mit Brillant Cognac-Farbe
Silberring mit Brillant Cognac-Farbe
Es handelt sich um einen Brillanten in einer eher unbekannten Färbung. Einige bezeichnen die Farbe einfach als bräunlich, andere nennen diesen Stein einen cognac-farbenen Brillanten. Diese Bezeichnung  gefällt mir persönlich sehr viel besser. Dieser cognac-farbene Brillant ist in einer breiten polierten Fassung aus 585/- er Gelbgold gefasst. Er hat ein Gewicht von 0,14 ct.  Dieses entspricht einem Durchmesser von 3,3 mm.

 

Auf Grund seiner Farbe ist er deutlich günstiger als ein weißer oder weißlicher Stein bei gleichem Gewicht. Der Brillant hat aber auch eine schöne Brillanz, die auf einem Photo leider nicht so zur Geltung kommt.

 

Gefertigt ist der Ring in der Größe 57, eine Breite von 6,5 mm und ist selbstverständlich in Handarbeit hergestellt. Eine Änderung der Größe ist jederzeit in  einer Goldschmiede möglich.

Dieser handgearbeitete  Ring ist ab sofort in einer Vitrine meiner Goldschmiede ausgestellt.

Brillant-Ohrstecker 585/- Gold

Brillant-Ohrstecker 585/- Gold

Diese Brillant-Ohrstecker aus 585/- er Gelbgold sind vor lange Zeit zunächst ohne die Brillanten in meiner Goldschmiede hergestellt worden. Mir gefiel die Form an sich sehr gut, aber es fehlte das

Brillant-Ohrstecker Gelbgold 585
Brillant-Ohrstecker Gelbgold 585

gewisse Etwas.
Mir erschien die innere, offene Fläche irgendwie etwas zu groß. Dazu muss man wissen, dass diese Ohrstecker in etwa 20*30 mm groß sind und der Zwischenraum somit also recht großflächig und leer gewesen wäre.

Irgend etwas musste mit der inneren Fläche also geschehen. Erst dachte ich an einen farblichen Kontrast mit Weissgold. Das war aber zu viel des Guten und hätte auch die an sich schöne Form gestört. Etwas Dezentes aber dennoch wirkungsvolles musste her.

 

So entschloss ich mich an der tiefsten Stelle der inneren Tropfenform einen Edelstein einzuarbeiten. Diese Edelsteine waren schließlich die zu sehenden Brillanten mit einem Durchmesser von je 3,0 mm.
Schließlich habe ich noch den äußeren Bereich mattiert.

Der Diamantschliff – the diamond cut

Der Diamantschliff

Der Diamantschliff hat sich über viele hundert Jahre entwickelt.

Da sich zwei Diamanten niemals völlig gleichen, begutschtet man jeder Stein vor dem Schleifen sorgfältig und sehr genau. In den meisten Fällen entscheidet man sich für den Brillantschliff. Man versucht dabei den Schleifverlust möglichst gering zu halten, aus nachvollziehbaren Gründen. Die einzelnen schritte bei der Verarbeitung eines Diamanten für den Brillantschliff sind das Spalten oder Sägen, das Reiben, das Schleifen und schließlich noch das Polieren der Steins.

Diamantschliff bis zum Brillant
Diamantschliff bis zum Brillant
Vor dem Spalten oder Sägen markiert der Fachmann den Diamant mit Tusche, um genau anzuzeigen,wo der Stein zu zerlegen ist. Beim Spalten bricht der Diamant in der Regel nach seinen natürlichen Spaltflächen, den Oktaederflächen. Oft können allerdings innere Spannungen oder verdeckte Risse nicht erkannt werden, so dass da spalten mit einem größeren Risiko verbunden ist als das Sägen, weshalb die letztere Methode häufig bevorzugt wird. Man sägt dabei den Diamanten mit einer hauchdünnen Bronzescheibe.

 

Als Schmiermittel wird dabei Öl und Diamantstaub als Schleifmittel benutzt. Das Sägen allein nimmt schon viel Zeit in Anspruch. Es kann bis zu acht Stunden dauern, einen einkarätigen Diamanten zu zersägen. Aus einem Oktaeder entstehen dabei zwei Pyramiden. Nach dem Sägen rundet man die Pyramiden mit Hilfe eines anderen Diamanten. Der Fachmann spricht bei diesem Vorgang vom sogenannten „Reiben“ oder „Grauen“.

 

Schließlich erhält der Diamant durch das Schleifen sein Gesicht. Dazu wird er in einem Spezialhalter, der sogenannten Doppe, befestigt und auf einer schnell drehenden Metallscheibe bearbeitet. Als Schleifmittel wird wieder ein Gemisch aus Öl und Diamantstaub verwendet. Nach dem Schleifen wird der Diamant mit einer Paste poliert. Die Politur muss von hoher Qualität sein, da sie den Glanz des Steins bestimmt.

Erfahrung ist wichtig

Die Technik des Schleifens erfordert viel Geschick und lange Erfahrung, da das Führen des Werkstück ohne jeden Winkelanschlag oder sonstige technische Hilfsmittel durchgeführt wird. Außerdem ist eine genaue Kenntnis über den Werkstoff selbst nötig. Die Bearbeitund eines Diamanten in einer adäquaten Zeit ist überhaupt nur deshalb möglich, weil er eine ausgeprägte Härte-Anisotropie besitzt.
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Das heißt, ein Schleifen eines Diamanten in den sogenannten „weichen“ Richtungen, Richtungen, bei denen die Abständen zwischen den benachbarten Atomen relativ groß sind, ist wesentlich effizienter als das schleifen der Harten Richtungen, hier sind die Atomabstände verhältnismäßig gering. Deshalb untersucht der Schleifer einen Diamant vor dem Schliff eingehend, damit er später beim Schleifen die Härteunterschiede optimal ausgenutzt kann.

 

Ergänzend zu der Abbildung:  Interessanterweise entspricht die Entwicklung des Brillantschliffs in etwa den einzelnen Arbeitsschritten, die ein Oktaeder auch heute noch während des Brillantschliff durchläuft