Schlagwort-Archive: Edelsteine A-Z

Hämatit – Hematine

Hämatit

Hämatit besteht aus reinem Eisenoxid und hat eine Mohshärte von 5 ½ – 6 ½.

Die Bezeichnung Hämatit stammt aus dem Griechischen und bedeutet „Blut“. Daher heißt der Stein  umgangssprachlich auch Blutstein. Diese Bezeichnungen sind auf blutrote Verfärbungen des Kühlwassers beim Schleifen der Steine zurückzuführen, obwohl sie eine schwarze, schwarzgraue oder braunrote Farbe haben. Die englische Bezeichnung „bloodstone“, was wörtlich übersetzt ebenfalls Blutstein bedeutet, meint hingegen den Heliotrop.

In der Mineralogie gibt es verschiedene Bezeichnungen je nach

Hämatit - Roter Glaskopf
Roter Glaskopf

Kristallstruktur. So werden gut auskristallisierte Hämatitvarietäten Eisenglanz genannt. Feinkristallisierte Arten bezeichnet der Mineraloge als Roteisenerz oder Roteisenstein. Radialstrahlige Aggregate heißen Roter Glaskopf.

Ist der Hämatit poliert schimmert er lebhaft metallisch; in dünne Plättchen geschnitten ist H. allerdings rot durchscheinend.

Werbung

Früher wurde dieser Edelstein vorzugsweise für Trauerschmuck verwendet. Heute wird er viel als Ringstein verwendet, aber auch für Kugelketten und vertiefte Gravuren.
Lagerstätten mit schleifwürdigem Material befinden sich u.a. in England (Cumberland), aber auch in Bangladesch, Brasilien, China, Neuseeland, im tschechischen Erzgebirge und den USA (Minnesota).
Zum Schluss sei noch erwähnt, dass auch dieser Stein nachgeahmt wird. Aus den USA stammt auch eine Nachahmung des Steine mit der Bezeichnung Hematine. Hierbei handelt es sich um gepresstes und gesintertes Eisenoxid. Im Unterschied zu H. ist diese Nachahmung leicht magnetisch.
Werbung

Rhodonit – Wissenswertes

Rhodonit

Wie so oft, stamm auch die Bezeichnung Rhodonit aus dem Griechischen.

Rhodonit
Rhodonit

Übersetzt aus dem Griechischen bedeutet es Rose. Dieser Edelstein wird auch als Mangankiesel bezeichnet. In seiner roten Grundfarbe hat er normalerweise schwarze dendritische Einlagerungen. Diese bestehen aus Manganoxid. Es gibt auch durchsichtige Varietäten, aber diese sind sehr selten. R.  hat die Mohshärte 5 ½ bis 6 ½ . Er ist leicht u.a. mit Rhodochrosit zu verwechseln.

Werbung
Verwendet wird dieser Edelstein in erster Linie als Cabochon für Halsketten und Armbänder aber auch alsTafelstein für Siegelringe. Aber er findet auch  bei kunstgewerblichen Zwecken Verwendung, ebenso wie für Wandvertäfelungen (z.B. eine U-Bahnstation in Moskau). Die seltenen durchsichtigen Steine werden aber facettiert im Brillantschliff bearbeitet.

 

Die Lagerstätten für R. befinden sich in Australien, Finnland, Japan, Kanada, Madagaskar, Mexiko, Rußland, Schweden, Südafrika, Tansania und den USA.

Edelstein der Manganspat-Gruppe – Rhodochrosit

Rhodochrosit

Die Bezeichnung Rhodochrosit stammt aus dem griechischen und bedeutet „rosenfarben“. Er ist erst seit den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts als Edelstein im Handel. Sehr in Mode war R. in den 60er und 70 er Jahren. Mittlerweile wird er eher selten für Schmuck verarbeitet. In meiner Goldschmiede habe ich erst einmal einen Rhodochrosit verarbeitet. Aber, wie bei so

Rhodochrosit
Rhodochrosit

vielen Moden, wird wohl auch dieser Edelsein irgendwann wieder bekannter und beliebter werden.

Durchsichtige Kristalle des Edelsteins sind sehr selten. Meistens handelt es sich um hell-dunkel gestreifte Aggregarte mit einem gezackten Verlauf der Bänder. Eine himbeerrote Färbung ist am begehrtesten. Ist der Stein poliert, weißt er einen glasähnlichen Glanz auf. Die Spaltflächen hingegen schimmern mit Perlmuttglanz.

 

Wichtigste Fundorte sind heute in Argentinien, u.a. ca. 250 km östlich der Stadt Mendoza bei San Luis, wo sich seit dem 13. Jahrhundert in einer verlassenen Silbermine der Inkas Rhodochrosit in stalgmitischer Form gebildet hat. Weiter Vorkommen gibt es in Chile, Mexiko, Peru, Südafrika und in den USA. Innerhalb Europas sind Fund aus Rumänien bekannt.
Werbung
Meist wird der Rhodochrosit in verhältnismäßig großen Stücken verarbeitet, da nur so eine Musterung wirkungsvoll zur Geltung kommen kann. Er wird als Cabochon geschliffen, zu kunstgewerblichen Gegenstände verarbeitet oder zu Halsketten und Armbändern aufgezogen. Die seltenen durchsichtigen Steine werden aber facettiert geschliffen und sind oft in den Händen von Sammlern. So auch der größte facettierte Edelstein mit einem Gewicht von 59,65 ct, der aus Südafrika stammt und sich in Privatbesitz befindet.

 

Die Mohshärte liegt bei 4 und ist somit recht weich. Sie bestehen chemisch aus Mangan-Carbonat.