Schuldenangst treibt Goldpreis auf Rekordhoch

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Goldpreis auf Rekordhoch

Hierzu ein sehr interessanter Artikel von Spiegel.de :
Die Schuldenkrise in Europa und den USA verunsichert Investoren, massenhaft flüchten sie in vermeintlich sichere Anlagen. Vor allem Gold wird stark nachgefragt – und dadurch immer wertvoller. Der Preis für das Edelmetall klettert nun erstmals über die Marke von 1600 Dollar.
London – Weltweit wächst die Furcht vor den Schuldenproblemen der Industrieländer. Investoren flüchten in vermeintlich sichere Anlagen wie Gold Chart zeigen. Der Preis für das Edelmetall sprang am Montag erstmals über die Marke von 1600 Dollar. Eine Feinunze des Edelmetalls (31 Gramm) kostete am Montagvormittag zeitweise 1600,40 Dollar und damit so viel wie noch nie.

Als Grund für den neuen Höhenflug nannten Analysten die Unsicherheit angesichts der hohen Staatsverschuldung in den USA und Europa. Die Investoren scheuen derzeit Risiken, hieß es. In unsicheren Zeiten steigt traditionell die Goldnachfrage. Die Anleger suchen nach Alternativen zu den stark schwankenden Aktien- und Anleihemärkten. Zudem rüsten sich einige Investoren mit Goldkäufen gegen eine mögliche Geldentwertung.

 

Auch das zuletzt verschmähte Silber Chart zeigen schien vielen Anlegern sicherer als Dollar oder Euro. Die Feinunze verteuerte sich um bis zu 2,2 Prozent auf 40,15 Dollar und kostete damit so viel wie seit Anfang Mai nicht mehr.
In Europa sorgt vor allem die prekäre Lage Griechenlands für Unruhe. Ein möglicher Schuldenschnitt findet immer mehr Unterstützer. Die Besitzer griechischer Staatsanleihen müssten dann auf einen Teil ihres Geldes verzichten. Im Vergleich dazu erscheint Gold sicher.

 

Die US-Schuldenkrise treibt ebenfalls den Goldpreis
Hinzu kommen die Probleme in den USA. Dort gibt es nach wie vor keine Lösung im Haushaltsstreit: Schon Mitte Mai war das gesetzliche Schuldenlimit von derzeit 14,3 Billionen Dollar erreicht worden. Durch Bilanztricks konnte Washington zwar Zeit bis zum 2. August gewinnen. Einigen sich Demokraten und Republikaner bis dahin aber nicht auf ein Anheben der Schuldengrenze, sind die USA zahlungsunfähig. Der Goldpreis befindet sich seit Monaten im Höhenflug. Erst Ende April hatte das Edelmetall die Marke von 1500 Dollar je Feinunze übersprungen. Allerdings birgt Gold für Anleger auch Risiken: Es unterliegt starken Kursschwankungen – und wirft keine Zinsen ab.
Tatsächlich könnte der Goldpreis auch wieder fallen – etwa wenn die Zentralbanken die Zinsen erneut erhöhen und sich die Inflationsangst verflüchtigt. Viele Experten rechnen schon im Verlauf des zweiten Halbjahres damit. Dann könnten diejenigen Anleger, die jetzt teuer Gold eingekauft haben, mit Verlusten dastehen.

 

Der Euro Chart zeigen verlor am Montag zeitweise einen Cent und dotierte bei 1,40 Dollar. An den Aktienmärkten gehörten am Montag zunächst die Papiere europäischer Banken zu den Verlierern: Die Aktien der Deutschen Bank Chart zeigen und der Commerzbank Chart zeigen setzten ihre Talfahrt der vergangenen Wochen fort. Die Ergebnisse des europäischen Stresstests für Banken trugen nicht zur Entspannung bei.
cte/AFP/dpa
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