Amethyst – Edelstein der Quarzgruppe

Amethyst

Der Amethyst ist wohl  der beliebteste Edelstein der Quarzgruppe. Er dürfte aber auch der bekannteste Quarz sein. Am teuersten sind sie in der Regel auch – zumindest innerhalb der großen Gruppe der Quarze.

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Amethyst facettiert
facettierter Amethyst

Ihre Farben reichen von hellviolett über rosaviolett bis hin zu dunkel- und purpurviolett.

Im Kristallgitter der Quarze sind in ganz geringen Mengen Eisenatome enthalten, dadurch wird  die Farbe erzeugt.

Herkunft des Namens

Der Name Amethyst stammt aus dem griechischen und bedeutet soviel wie „nicht betrunken“ oder „dem Rausche entgegenwirkend“.  Amethyst galt im Altertum als Amulett gegen Trunkenheit. Er wurde aber auch als Glücksbringer und zur Abwendung bösen Zaubers verwendet.
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Die äußere Form der Kristalle entspricht der des Bergkristalls mit dem Unterschiede, dass Amethyste immer auf einer Unterlage aufwachsen und sich somit zu riesigen

Amethystdruse
Amethystdruse

Drusen entwickeln können. An den Kristallspitzen ist die Farbe am kräftigsten. Diese Teile werden abgeklopft, was soviel bedeutet,als daß sie abgebrochen werden zu weiteren Verarbeitung. Durch Brennen bei Temperaturen von 470 bis 750 Grad Celsius entstehen hellgelbe, rotbraune, grüne oder farblose Varietäten.  Die hoch geschätzten  gelblichen Varietäten heißen Citrin, die ansonsten in natürlicher Form sehr selten sind.

Es gibt Amethyste, die bei Sonnenlicht ausbleichen und verblassen. Durch radioaktive Bestrahlung mit Radium kann die Ursprungsfarbe aber wieder hergestellt werden.

Ähnlich wie bei allen anderen Quarzen lassen sich die Amethyste zu facettierten Schmucksteinen oder bei minderer Qualität zu Cabochons schleifen. Sie werden aber auch in der Glyptik verwendet. Bereits im Mittelalter wurden aus ihm unter anderem  Schalen, Trinkgefäße und Skulpturen geschnitzt. Manchmal werden besonders große und schöne Kristallspitzen auch nur poliert und als repräsentativer Raumschmuck eingesetzt.

Amethyst war früher ein beliebter Edelstein bei  kirchlichen Würdenträgern.
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Vorkommen vom Amethyst

Das Vorkommen dieser Edelsteine ist meistens in Form von Drusen. Das sind rundlich geformte durch Gasblasen gefüllte Hohlräume, meist in magmatische Gesteinen.
Diese findet man in in Lagerstätten in Brasilien (Palmeira A. von Rio Grande do Sol, Marabá A von Pará), Madagaskar, Sambia, Uruguay, Argentinien,  außerdem in Birma, Indien,  Kanada, Mexiko, Sri Lanka, Russland und USA ( Arizona).
Die Mohshärte von Amethyst, wie auch allen anderen Quarzen, ist 7.
Chemisch besteht er aus Siliziumdioxid.
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