Legierung – Was ist das ?

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Was ist eine Legierung?

Legierung ist ein Sammelbegriff für Gemische von Metallen, die aus zwei oder mehr Komponenten bestehen, von denen mindestens eine ein Metall ist.
Nach der Zahl der in einer Legierung enthaltenen Legierungselemente (das sind die beabsichtigten Bestandteile, nicht die Verunreinigungen) unterscheidet man binäre (Zweistoff-), ternäre (Dreistoff-) und quartäre (Vierstoff-) Legierungen.
Am häufigsten werden Legierungen durch Zusammenschmelzen der Komponenten hergestellt. Manchmal entstehen sie aber auch durch die gemeinsame Reduktion von Mischerzen, wie zum Beispiel bei der Herstellung von Messing im Altertum, das lange vor der Entdeckung des Zinks aus zinkhaltigen Kupfererzen gewonnen wurde.
Im festen Zustand kann eine Legierung durch das sogenannte Sintern erzeugt werden. Bei diesem Verfahren werden Metalle unter hohem Druck zusammen gepresst und stark erhitzt, ohne die Metalle zu verflüssigen. Die hohen Temperaturen und der enge Berührungskontakt führen dazu, dass zwischen den Gittern der Metalle ein Austausch der Atome stattfindet. Man bezeichnet diesen Vorgang auch als Diffusion.
In der Technik haben die Legierungen grundsätzlich eine höhere Bedeutung als die reinen Metalle und ihre Zahl wird auf mehrere Hunderttausend geschätzt. Von besonderer Bedeutung ist bei Legierungen, dass sich ihre Eigenschaften (z.B. Härte, Dehnbarkeit, Sprödigkeit) durch die Wahl der Komponenten genau bestimmen lassen. Somit erreicht man gegenüber der reinen Metalle enorme Vorteile.
Bei den Legierungen der Edelmetalle spielen neben veränderten mechanischen und optischen Eigenschaften besonders die Senkung des Preises durch Zugabe von preisgünstigerer Metalle eine wesentliche Rolle. Gleichzeitig wird auch immer die Dichte abgesenkt.
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2 Gedanken zu „Legierung – Was ist das ?“

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