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Gold-Ring mit Perle und Aquamarin

Gold-Ring mit Perle und Aquamarin

Manchmal macht es Sinn auf der eigenen Festplatte in den alten Dateien ein wenig zu stöbern. Auch wenn sich alle Dateien im Dschungel der Ordner befinden, so heißt das nicht, dass alles auch ordentlich ist und auf Anhieb gefunden wird. Jedenfalls ist das bei mir der Fall. So ist mir dann auch beim Sortieren meiner Daten dieser Gold-Ring mit Perle auf dem Bildschirm erschienen.

Es ist lange her, dass ich diesen Gold-Ring mit Perle angefertigt habe. Ich hatte das Foto

Gold-Ring mit Perle und Aquamarin
Gold-Ring mit Perle und Aquamarin

einfach mal auf meiner Facebook-Seite eingestellt. Schnell hatten sich die Ersten gefunden, denen das Foto, oder viel mehr der Ring gefallen hat.

Aus diesem Grund stelle ich den Ring nun auch hier im Blog vor, auch wenn das Foto noch mit einer 3 Megapixel-Kamera aus der Frühzeit der digitalen Fotografie gemacht wurde.

Zuerst eine Skizze

Diesen Gold-Ring mit Perle hatte ich zunächst auf einem Blatt Papier geplant. Ich hatte sowohl eine Sicht von oben, wie auch eine Seitenansicht skizziert, da der Ring aus relativ vielen Einzelteilen montiert werden musste. Eine Skizze kann dann sehr hilfreich sein. Ich kann so vorher in etwa erkennen, wie stark ein entsprechendes Einzelteil beispielsweise gebogen werden muss, damit es genau passend und bündig angelötet werden kann. Dies ist besonders wichtig, wenn die Ringgröße vorgegeben ist.

Dieser Gold-Ring mit Perle ist aus verschiedenen gleichstarken Vierkant-Drähten aus 585/- er Gelb-Gold angefertigt. Sie laufen zu Ringschiene zusammen, so dass die Schiene genau die doppelte Breite der einzelnen Vierkant – Elemente hat. Auf dem Ringkopf ist eine Zuchtperle mit einem Durchmesser von 8 mm in einer Schale eingesetzt. Diese Perle ist, wie üblich, gestiftet und mit Klebstoff zusätzlich fixiert worden. Da sie aber von den Goldelementen zum Teil umschlossen ist, ist sie recht gut geschützt.

Optisch ergänzt wurde der Ringkopf mit einem Aquamarin. Dieser Edelstein hat einen Durchmesser von 5 mm und ist in einer geschlossenen Zargenfassung gefasst.

Wie mir bekannt ist, wird dieser Gold-Ring mit Perle und Aquamarin immer noch gern getragen und es gab bisher keinerlei Probleme mit diesem Ring.

Lüster der Perle

Bei der Zuchtperle ist die Erscheinung des Lüster ebenso intensiv wie bei den Naturperlen.

Jedes einzelne Aragonitkristall , das an die Oberfläche der Perle stößt, wirkt auf das Licht wie ein Prisma, an dem das Licht reflektiert, gebrochen und in die einzelnen Spektralfarben aufgegliedert wird. Da die Kristalle eine geringere Größe haben, ist kein deutliches Lichtspiel der Farben wahrzunehmen, sondern eher ein feiner Lichtschein, der über der Perle schwebt und die Farben des Spektrums in sich vereint. Der Lüster entsteht.

Perlen mit unterschiedelichem Lüster
Perlen mit unterschiedlichem Lüster
Man hat mit Hilfe des Elektronenmikroskops festgestellt, dass, wenn die einzelnen Kristalle in einem strukturierten Muster an die Oberfläche stoßen, dieses zu einem sehr feinen Lüster führt. Ein deutlich schlechterer L. ist hingegen vorhanden, wenn die Kristalle unregelmäßig angeordnet sind und die Abgrenzungslinien in einem Zickzack erscheinen. Abhängig ist der Lüster der Zuchtperle aber auch von der Dicke der Perlschicht, die die Muschel auf dem Kern produziert hat. Man kann sagen, dass der Lüster mit größerer Dicke der Perlschicht zunimmt und sie somit auch wertvoller wird.

 Wachstum über mehrere Jahre

Wenn man den Kern für vier Jahre in der Muschel belässt, kann man von einer durchschnittlichen Stärke der Perlschicht von höchstens 0,6 mm ausgehen. Jährlich lagern sich also etwa 0,15 mm auf dem Fremdkörper ab. Bei längerem Verbleib des eingepflanzten Kerns kann die Perlschicht natürlich dicker werden und der Lüster wird schöner und die Perle somit wertvoller. Der Züchter geht dann aber unter Umständen das Risiko ein.   Die Muschel kann erkranken oder aber absterben, wenn die Altersgrenze der Muschel überschritten ist.
Die zur Zucht verwendeten Pinctada-Muscheln werden durchschnittlich 7 Jahre alt. Ihnen werden im Alter von 3 Jahren Kerne ab einer Größe von 4 mm eingepflanzt. Wenn die Perle zu lange in der Muschel bleibt ist es möglich, dass der L. verloren geht. Ebenso kann  die Muschel eine schöne Perle mit einem schönen Lüster abstoßen, bevor sie entnommen werden kann.
 
Dieses Risiko und die Seltenheit von Perlen mit einer dickeren Perlschicht sind der Grund dafür, dass Zuchtperlen guter Qualität mit einer Größe von 8 mm oder mehr einen beachtlichen Preissprung machen.

Unterscheidung von Perlen und Zuchtperlen

Unterscheidung von Perlen und Zuchtperlen

Eine sichere Unterscheidung von Perlen ist nur durch Untersuchung der Perlmuttstruktur möglich.

Perlen haben einen auf den Mittelpunkt hin konzentrischen Aufbau. Zuchtperlen, bedingt durch den größeren eingesetzten Kern, haben eine relativ dünne Perlmuttschicht. Besitzt die Perle ein Bohrloch, so kann gegebenenfalls durch dieses Bohrloch die Schichtstärke begutachtet werden, um eine Unterscheidung herbeizuführen.
Besitzt die Perle kein Bohrloch, so bleibt nur die Untersuchung nach dem Röntgenschattenbildverfahren übrig. Dieses Verfahren zeigt bei Zuchtperlen die Stärke der Perlmuttschale.

Perlen mit Bohrloch

Besitzt die Perle jedoch ein Bohrloch, so kann eine Untersuchung nach Perle oder Zuchtperle auch durch eine Endoskop erfolgen.
Das Endoskop besteht aus einem dünnen Metallstab an dessen Ende sich ein Spiegel befindet, dessen Ende unter 45° abgeschrägt ist. Wird jetzt der Metallstab in den Bohrkanal der Perle eingeführt, so wird das Licht einer starken Lichtquelle am Spiegel reflektiert und nach oben gelenkt.
Handelt es sich um eine Zuchtperle, so würde der Lichtstrahl entlang der ebenen Schichtung der Kernes laufen und an irgendeiner Stelle aus der Perlenhaut austreten, auf der dan ein Lichtfleck erscheint.
Handelt es sich um eine Perle, so läuft der Lichtstrahl den kreisförmigen Schichten der Perlsubstanz entlang und tritt innerhalb des Bohrkanals wieder aus.

Unechte Perlen

Unechte Perlen können aus Opalinglasbläschen bestehen, die innen mit Fischschuppenessenz ausgeschwämmt und mit Wachs gefüllt sind (Wachsperlen). Eine andere Nachahmung besteht aus massiven Glaskugeln, die außen mit dieser Paste überzogen und mit Zaponlack geschützt sind. Diese Nachahmungen werden unter den verschiedensten Handelsnamen ( z.B. Mallorca-Perle) angeboten.