Internationale Checkliste für Brillanten zur Wertermittlung

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Durch eine Checkliste für Brillanten lässt sich der genaue Wert  eines Steines ermitteln.  Bekannt auch als die 4 C’s.

Kein Diamant ist wie der andere, daher gibt es eine Checkliste für Brillanten, die internationalen Richtlinien unterliegt um den Wert zu bestimmen.

Die Einzigartigkeit eines jeden Diamanten verlangt eine individuelle Beurteilung um den Wert zu bestimmen.

Weil die Beurteilungskriterien international sind, sollen sie auch international verständlich sein. Aus diesem Grund werden sie in Englisch ausgedrückt.
Im Englischen beginnen alle vier Bewertungskriterien mit einem C. Deshalb spricht man von den vier „C“!
Die Checkliste für Brillanten befasst sich also mit folgenden Bewertungen:
1.CARAT – Gewicht
2.COLOUR – Farbe
3.CLARITIY – Reinheit
4.CUT – Schliff

Das erste C : Das Carat

Das Gewicht und somit auch die Größe von Diamant wird in Carat gemessen. Das geschieht heute mit modernsten elektronischen Waagen, exakt bis in die kleinste Meßeinheit.
Ein Carat – abgekürzt Ct- beträgt 0,2 g. Also nur ein fünftel Gramm.
Dieses Gewicht geht zurück auf die Samen des Affenbrotbaumes, die fast immer genau 0,2g wiegen.
Ein Carat wird in 100 Punkte unterteilt. Ein Diamant von 65 Punkten hat somit 0,65 Ct.
Je größer ein Diamant, um so seltener ist er!

 Der Preis größerer Diamanten steigt überproportional zum Gewicht. Ein Einkaräter kostet etwa dreimal soviel wie zwei Halbkaräter. Voraussetzung ist natürlich, dass diese Steine die gleichen Qualitätsmerkmale aufweisen.
Nur ca. 20% aller geförderten Diamanten sind für die Schmuckherstellung geeignet. Überhaupt nur 1% aller Diamanten sind lupenrein! Um einen geschliffenen Einkaräter zu erhalten, müssen nahezu 300 Tonnen Gestein bearbeitet werden.
Der Wert eines lupenreinen Einkaräters stieg in den letzten 30 Jahren um ca. 800%; somit ist er eine lupenreine Kapitalanlage.

Das zweite C: Die Farbe

Auch hier bestimmt den Preis die Seltenheit. Völlig farblose Diamanten sind äußerst selten.
In seinen, kaum wahrnehmbaren Farbabstufungen geht die Skala von hochfeinem Weiß+ (RiverD), bis zu den Farbtönen wie Gelblich oder Bräunlich.
Diamanten mit einem Hauch von Gelb sind genauso schön und brillant wie farblose Diamanten – sie kommen jedoch häufiger vor und sind deshalb vergleichsweise preisgünstiger.
Diamanten können aber auch in allen denkbaren Farben vorkommen. Solche Diamanten nennt man Fancy Colours oder Fancy Diamanten. Sie sind so selten, dass dafür Liebhaberpreise gezahlt werden. Seit einiger Zeit kann man Diamanten in Nuklear- Reaktoren farblich verändern – preislich sind sie mit den natürliche gefärbten Steinen nicht zu vergleichen. Diese Steine haben in letzter Zeit immer mehr Freunde gewonnen. In hellem Sonnenlicht können Diamanten „fluoreszieren“. Das heißt: Die einfallenden Ultraviolett-Strahlen erwecken den Anschein einer anderen, als der tatsächlichen Farbe. Gelbliche Diamanten können bläulich und damit wesentlich teurer erscheinen.
Ein Grund mehr, beim Diamant- kauf nur einem Fachmann zu vertrauen und auf die dementsprechenden Expertisen zu achten. Weltweit anerkannte Experten kommen aus den gemmologischen Instituten wie: GIA (New York), HRD (Antwerpen) oder IGI (Antwerpen). Bei diesen Instituten können Sie sich zu 100% auf die angegebenen Farbbezeichnungen verlassen, wie:
Hochfeines Weiß+ – River D
Hochfeines Weiß – River E
Feines Weiß+ – Top-Wesselton F
Feines Weiß – Top- Wesselton G
Weiß – Wesselton H
Dies sind die interessantesten Farben zum Kauf von wertvollen Schmuck- und Anlagediamanten, wobei dann noch die Reinheit und der Schliff eine große Rolle spielen und zu beachten sind.

Das dritte C: Die Reinheit

Lupenrein – das ist die Bezeichnung für die höchste

Checkliste für Brillanten - die Reinheit
Checkliste für Brillanten – die Reinheit

Reinheitsstufe. Das heißt:  Selbst bei 10-facher

Vergrößerung durch die Lupe kann der Fachmann keinerlei Einschlüsse finden. Bei stärkerer Vergrößerung würde man übrigens bei fast jedem Diamanten innere Merkmale finden.
Einschlüsse bzw. innere Merkmale sind Mineralienspuren oder Risse im Diamantenkristall, die man eigentlich nicht als Fehler betrachten kann. Sie sind naturbedingt, beeinflussen unter anderem auch der Wert eines Diamanten.

Da sie mit bloßem Auge meist nicht sichtbar sind, beeinträchtigen sie auch nicht die Schönheit und Brillanz eines Diamanten.

Die Reinheitsbewertung wird ebenso in feinen Abstufungen vorgenommen. Auch hier werden die Internationalen Richtlinien von den weltweit anerkannten gemmologischen Instituten eingehalten (GIA, HRD und IGI)!

If (internally flawless)Lupenrein
vvs (very, very small inclusions)sehr, sehr kleine Einschlüsse
vs ( very small inclusions)kleine Einschlüsse
si (small inclusions)kleine Einschlüsse
pique I (P1)sofort erkennbare Einschlüsse
pique II (P2)größere mit bloßem Auge erkennbare Einschlüsse
P3 –pique IIIgroße, zahlreiche Einschlüsse mit bloßem Auge sofort erkennbar

Das vierte C der Checkliste für Brillanten bewertet den  Schliff

Größe, Farbe und Reinheit sind beim Diamanten natürlich bedingt. Der Schliff, der die Brillanz, das Feuer, das endgültige Strahlen erst richtig sichtbar werden läßt wird von Menschen gemacht. Die Qualität des Schliffs, die Präzision der einzelnen Facetten, ihre exakte Winkelung – das alles beeinflusst neben den drei anderen Kriterien ganz wesentlich den Wert und die Schönheit eine Diamanten.

Checkliste für Brillanten - der Brillantschliff
Checkliste für Brillanten – der Brillantschliff
Ein Diamant als Einkaräter mit einem weniger exakten Schliff kann mehrere tausend Euro weniger wert sein, als ein korrekt geschliffener. Rohdiamanten haben natürlich ihre von der Natur vorgegebene Form, wodurch beim schleifen Abweichungen vorkommen können. Der Schleifer möchte nach Möglichkeit sehr wenig Material- und somit Wertverlust haben.
Auch bei bestmöglicher Schliffart geht beim Schleifen eines Diamanten 40- 60 % des Rohsteingewichts verloren.
Guter korrekter Schliff offenbart die unvergleichliche Brillanz und Dispersion des Diamanten durch das optimale Einfallen des Lichts. Dadurch entsteht sein Feuer.
Auch bei der Beurteilung des Schliffs ist der Diamant – Käufer auf die Experten, sprich Expertisen angewiesen. Nur wirkliche Kenner und Könner sind in der Lage und berechtigt weltweit gültige Expertisen auszustellen und den Wert zu bestimmen.
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